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Neue Professor*innen

Dr. Ziyue Li, bisher Hong Kong University of Science and Technology (HKUST), wurde zum W1-Professor für Machine Learning in Smart Markets berufen. Zudem ist er zudem als Chief Machine Learning Scientist dem Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln (EWI) zugeordnet. Überdies wird Juniorprofessor Li eng mit seinen Kolleg:innen der Key Research Initiative (KRI) »Sustainable Smart Energy and Mobility« zusammenarbeiten.

Seine Forschungsinteressen liegen schwerpunktmäßig im Bereich von hochdimensionalem Data Mining, maschinellem Lernen und Deep-Learning-Methoden für reale Probleme. Dazu gehören unter anderem Tensordaten, raumzeitliche Daten, interpretierbares maschinelles Lernen, Wissensgraphen, Themenmodelle, Transferlernen und selbstüberwachtes Lernen. Aktuell beschäftigt sich Professor Li mit selbstüberwachtem und verstärkendem Lernen, wobei Deep-Learning-Modelle für verschiedene Disziplinen wie Energie, intelligenter Verkehr, intelligente Fertigung und Multimedia genutzt werden.

Ziyue Li war zuletzt an der Hong Kong University of Science and Technology (HKUST) tätig, wo er auch seinen Doktortitel in Industrial Engineering and Decision Analytics (Wirtschaftsingenieurwesen und Entscheidungsanalyse) erworben hatte. Neben weiteren Auszeichnungen wurde die Forschungsarbeit von Li mit dem Hong Kong Ph.D. Fellowship Scholarship Award (2017–2020) gewürdigt.


Dr. Paula Protsch, bisher Europa-Universität Flensburg, wurde zur W1-Professorin für Methoden der sozialwissenschaftlichen Berufsbildungsforschung ernannt. Die Berufung erfolgte nach dem Jülicher Modell gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung. An der Universität zu Köln übernimmt Professorin Protsch Lehrveranstaltungen am Institut für Soziologie und Sozialpsychologie. So wird sie im Rahmen von Praxisseminaren die Studierenden befähigen, eigene Projekte zu Fragen aus der Bildungs-, Berufs- und Arbeitsmarktforschung zu erarbeiten und anhand der Analyse quantitativer Daten zu beantworten. Am BIBB ist sie mitverantwortlich für die methodische Ausbildung und Beratung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Rahmen des BIBB-Graduiertenförderungsprogramms.

Die Forschungsschwerpunkte von Professorin Protsch liegen in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt. Sie nutzt hierbei als Methoden vor allem Analysen quantitativer Individual- und Betriebsdaten sowie (Quasi-)Experimente. Protsch war nach ihrer Promotion im Fach Soziologie, die mit dem Ernst-Reuter-Preis der FU Berlin ausgezeichnet wurde, als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) tätig. Sie war zudem Gastwissenschaftlerin an der Yale University (USA) und der University of Sydney (Australien) sowie Fellow des College for Interdisciplinary Educational Research (CIDER). Zuletzt übernahm sie die Vertretung der Professur »Quantitative Methoden der Empirischen Sozialforschung und Sozialstrukturanalyse« an der Europa-Universität Flensburg.


Professor Dr. Clemens Höpfner, bisher Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wurde zum W3-Professor für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht ernannt. Er ist seit dem 1. April 2022, zusammen mit Professor Dr. Jens Koch, der zum 1. Oktober 2022 das Amt übernimmt, neuer geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht (AWR). Professor Höpfner leitet und verantwortet im AWR die Abteilung Arbeitsrecht. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im kollektiven Arbeitsrecht, insbesondere im Tarifvertrags- und Arbeitskampfrecht, sowie im Bürgerlichen Recht.

Professor Höpfner studierte von 1999 bis 2004 Rechtswissenschaften an der Universität Konstanz. Nach der Promotion bei Professor Dr. Dres. h.c. Bernd Rüthers mit einer methodologischen Arbeit und dem Referendariat am Oberlandesgericht Karlsruhe war er von 2009 bis 2014 Akademischer Rat auf Zeit am Institut für Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität zu Köln. Unter Betreuung von Professor Dr. Martin Henssler habilitierte er sich mit einer Schrift zum Tarifvertragsrecht. Von 2015 bis 2017 war Professor Höpfner Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Unternehmensrecht und Rechtstheorie an der Universität Konstanz. 2017 wechselte er an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und war dort bis zu seiner Rückkehr an die Universität zu Köln Direktor des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Wirtschaftsrecht.


Professor Dr. Stephan Rixen ist zum W3-Professor für Öffentliches Recht mit dem Schwerpunkt Staatsrecht und Öffentliches Wirtschaftsrecht ernannt worden. Er ist seit dem 1. April 2022 Direktor des Instituts für Staatsrecht. Zu seinen Forschungsschwerpunkten in Köln gehört die »Sozialstaatsbedürftigkeit« von Wirtschaft und Gesellschaft, also die sozialstaatliche Rahmung ökonomischer und gesellschaftlicher Prozesse insbesondere in Krisenzeiten, ferner das Thema »Wirklichkeitskonstruktion als Demokratiegefahr: Leugnung, Zweifel und Skepsis als staatsrechtliches Problem«.

Professor Rixen hat Jura an der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Katholieke Universiteit Leuven (Belgien) studiert. Seine Promotion an der Justus-Liebig-Universität Gießen wurde von Professor Dr. Wolfram Höfling betreut. An das Referendariat, unter anderem mit einer Station beim Bundesverfassungsgericht, schloss sich zunächst eine Tätigkeit als Rechtsanwalt in einer auf wirtschaftsstrafrechtliche Fragestellungen spezialisierten Kanzlei in Berlin an. Die Habilitation, verbunden mit der Lehrbefugnis für Staats- und Verwaltungsrecht, deutsches und europäisches Sozialrecht sowie öffentliches Wirtschaftsrecht, erfolgte an der Universität zu Köln, ebenfalls betreut von Professor Dr. Höfling. An dem von ihm geleiteten Institut für Staatsrecht und der dem Institut angegliederten Forschungsstelle für das Recht des Gesundheitswesens war Stephan Rixen als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. 2007 übernahm er einen Lehrstuhl für das Recht sozialer Dienstleistungen und Einrichtungen an der Universität Kassel. Von 2010 bis 2022 war Professor Rixen Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Sozialwirtschafts- und Gesundheitsrecht (Lehrstuhl für Öffentliches Recht I) der Universität Bayreuth.


Professorin Dr. Anja Schiemann, bisher Deutsche Hochschule der Polizei in Münster, ist zur W2-Professorin für Strafrecht und Strafprozessrecht ernannt worden.

Professorin Schiemann studierte Rechtswissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und absolvierte in Frankfurt auch ihr Referendariat. Nach dem Zweiten Staatsexamen wurde sie als Rechtsanwältin zugelassen und arbeitete als Redakteurin im C.H. Beck-Verlag in der Frankfurter Niederlassung. Zuletzt war sie dort für das strafrechtliche Ressort der Neuen Juristischen Wochenschrift verantwortlich. Sie promovierte bei Professor Dr. Klaus Lüderssen zu einem Thema aus dem Bereich Literatur und Recht. Neben ihrer Verlagstätigkeit nahm Professorin Schiemann eine Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Professor Dr. Dr. Dirk Fabricius auf. In ihrer Habilitation widmete Sie sich Fragen der Schuldfähigkeit. Für die Fächer Strafrecht, Strafverfahrensrecht und Kriminologie wurde ihr die venia legendi erteilt. Nach einer Tätigkeit zunächst als Wissenschaftliche Mitarbeiterin, dann als Rechtsanwältin in der Kanzlei Wessing & Partner erhielt sie 2014 den Ruf an die Deutsche Hochschule der Polizei in Münster. Dort leitete Schiemann als Universitätsprofessorin das Fachgebiet »Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminalpolitik«.


Professorin Dr. Nicola H. Bauer, bisher Hochschule für Gesundheit Bochum, hat zum 1. April 2022 die neu eingerichtete W2-Professur für Hebammenwissenschaft übernommen. Nicola Bauer hat sich zum Ziel gesetzt, das neue Institut Hebammenwissenschaft aufzubauen sowie den Bachelorstudiengang Angewandte Hebammenwissenschaft mit zu entwickeln und zu etablieren.

Professorin Bauer verfolgt ein interdisziplinäres Forschungs- und Lehrkonzept. Ihre Forschungstätigkeit umfasst unterschiedliche Themenfelder, wie beispielsweise das aktuelle vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt »HebAR – Augmented Reality gestütztes Lernen in der hochschulischen Hebammenausbildung« in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum und der Hochschule Emden/Leer. Weitere Forschungsbereiche sind die geburtshilfliche Versorgung durch Hebammen im klinischen und außerklinischen Bereich sowie das interprofessionelle Simulationstraining von geburtshilflichen und pädiatrischen Notfallsituationen in der akademischen Hebammenausbildung. In der Lehre möchte sie die Studierenden der primärqualifizierenden Studiengänge über interprofessionelle Projekte mit unterschiedlichen Berufsgruppen in der Versorgung von Frauen, ihren Kindern und Familien zusammenbringen.

Nicola Bauer schloss nach einer Ausbildung zur Hebamme und anschließender mehrjähriger Tätigkeit als Hebamme das Studium der Pflege/Pflegemanagement an der Evangelischen Fachhochschule Berlin ab. Sie arbeitete anschließend als Dozentin und Lehrende im Bereich Hebammen- und Pflegeausbildung. Von 2004 bis 2010 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Versorgungsforschungsprojekten im Verbund Hebammenforschung an der Stiftung Fachhochschule Osnabrück tätig. 2010 promovierte Bauer in Humanwissenschaften an der Universität Osnabrück. Ab 2010 war sie hauptberufliche Professorin für Hebammenwissenschaft an der Hochschule für Gesundheit Bochum und dort an der Entwicklung, Organisation und Umsetzung des Modellstudiengangs Hebammenkunde maßgeblich beteiligt. Von September 2011 bis August 2020 leitete sie diesen Studiengang. Ein Forschungssemester führte sie 2018 an die Griffith University Brisbane/Queensland (Australien).


Professor Dr. Jonathan Jantsch, bisher Universitätsklinikum Regensburg, ist neuer Lehrstuhlinhaber der W3-Professur für Mikrobiologie und Hygiene und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene an der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät. Er arbeitet dort an analytischen Verfahren zur Identifizierung von Erregern und Resistenzprofilen und forscht auf dem Gebiet der Infektionsimmunologie.

In seinen grundlagenorientierten Forschungsarbeiten beschäftigt sich Professor Jantsch schwerpunktmäßig mit der Frage, welche Gewebebedingungen eine gelungene Infektionsabwehr fördern. Hierbei sind vor allem der Einfluss der lokalen Natriumbilanz und die Sauerstoffverfügbarkeit von großer Bedeutung. Beide haben Einfluss auf Pathogenität von Infektionserregern, Mikrobiom, Infektionsabwehr und Immunantwort. In einer alternden, multimorbiden Gesellschaft verändern Erkrankungen, chirurgische Eingriffe und multimodale Therapien nicht nur das Immunsystem, sondern diese Erkrankungen und deren Therapien verwandeln auch das Gewebemikromilieu. Hier muss das Immunsystem operieren, um eine Infektion erfolgreich abzuwehren oder eine proaktive Impfantwort hervorzubringen.

Jonathan Jantsch hat nach seinem Medizinstudium, das mit einem Stipendium für besonders Begabte von der bayrischen Landesregierung gefördert wurde, 2005 an der FAU Erlangen-Nürnberg in Medizinischer Mikrobiologie promoviert. Daran schloss sich 2014 die Anerkennung zum Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie sowie die Habilitation in Medizinischer Mikrobiologie und Immunologie an. 2014 wurde er an der Universität Regensburg zum W2-Professor für Bakteriologie und Infektionsabwehr ernannt. Seit 2017 war er dort Leiter des Bereichs Klinische Bakteriologie am Institut für Klinische Mikrobiologie und Hygiene. 2021 erfolgte die Anerkennung zum Fachimmunologen (DGfI).


Professorin Dr. Beate Müller, bisher Goethe-Universität Frankfurt am Main, ist zur W3-Professorin für Allgemeinmedizin berufen worden. Sie ist seit dem 1. April 2022 Leiterin des neugegründeten Instituts für Allgemeinmedizin an der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät. In dem neuen Institut widmet sie sich mit ihrem Team den vielen Facetten der Allgemeinmedizin in Patientenversorgung, Forschung und Lehre. Ein Fokus ihrer Tätigkeit liegt dabei auf den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit, zum Beispiel in Form von Hitzeperioden, und wie dies die Arbeit in der Hausarztpraxis beeinflusst. Zu ihren wichtigsten wissenschaftlichen Schwerpunkten zählt zudem die Patientensicherheit in der ambulanten Versorgung, beispielsweise die Frage, wie Praxen mit Fehlern umgehen. Ein weiterer Schwerpunkt sind digitale Gesundheitsanwendungen, die vor allem für die hausärztliche Versorgung auf dem Land Vorteile in der Patientenbetreuung bieten können.

Nach ihrem Studium der Humanmedizin und der Promotion an der Goethe-Universität Frankfurt am Main begann Beate Müller 2012 die Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin im Krankenhaus in Düren sowie in einer hausärztlichen Praxis im Sauerland. 2015 wechselte sie an das Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität, wo sie Anfang 2017 die Leitung des Arbeitsbereichs Patientensicherheit übernahm. 2020 absolvierte Professorin Müller ihre Facharztprüfung und arbeitete seitdem neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit als Fachärztin für Allgemeinmedizin in einer hausärztlichen Praxis in Offenbach.


Professorin Dr. Gabriella Cianciolo Cosentino, bisher Technische Universität Kaiserslautern, ist zur W2-Professorin für Architekturgeschichte am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln ernannt worden. In ihren Forschungen befasst sie sich unter anderem mit der Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Architekturtheorie und Historiographie, Cultural Heritage und Denkmalpflege. Ihr Ansatz an der Schnittstelle zwischen Architektur- und Kunstgeschichte ist stark fachübergreifend ausgerichtet.

Gabriella Cianciolo Cosentino schloss 1999 ihr Architekturstudium an der Universität von Palermo ab, wo sie 2004 in Architekturgeschichte und Denkmalpflege promovierte. Seit 2004 unterrichtet sie Geschichte und Theorie der Architektur an italienischen und deutschen Universitäten. Sie erhielt Grants und Post-Doc-Stipendien von italienischen, deutschen und internationalen Institutionen, darunter des MIUR (Italienisches Ministerium für Bildung, Universität und Forschung), des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst), der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Bibliotheca Hertziana und der Italian Academy for Advanced Studies in America an der Columbia University. Von 2014 bis 2017 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität München und verantwortlich für ein DFG-Projekt. Von 2015 bis 2019 koordinierte Gabriella Cianciolo Cosentino am Kunsthistorischen Institut in Florenz – Max-Planck-Institut ein von der Fraunhofer-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft gefördertes, interdisziplinäres Forschungsprojekt zu Pompeji. Seit 2020 leitet sie das EU-Projekt »GAP – Graffiti Art in Prison«. 2020 habilitierte sie an der Technischen Universität München und seit Oktober 2021 war sie als Professorin für Geschichte und Theorie der Architektur am Fachbereich Architektur der Technischen Universität Kaiserslautern beschäftigt.


Dr. Dennis Mücher

Dr. Dennis Mücher, bisher University of Guelph/Ontario (Kanada), ist zum W2-Professor für Experimentalphysik im Institut für Kernphysik ernannt worden. Er wird dort die Leitung der Abteilung Beschleuniger-Massenspektrometrie (AMS) übernehmen, welche einen elektrostatischen Tandem-Beschleuniger mit einer maximalen Spannung von 6 Millionen Volt und verschiedenen Detektoren zur Ionenanalyse betreibt. Die Anlage ist das Herzstück von CologneAMS, dem Zentrum für Beschleuniger-Massenspektrometrie an der Universität zu Köln, an dem verschiedene Institute, insbesondere das Institut für Geologie, interdisziplinäre Forschung betreibt. Mittels AMS können verschiedene Proben auf kleinste Anteile radioaktiver Elemente untersucht werden. AMS eignet sich damit zum Beispiel zur Altersbestimmung, für toxikologische Untersuchungen und für Aspekte der Umweltphysik. Mücher möchte die Möglichkeiten bei Cologne-AMS in Zusammenarbeit mit den anderen Instituten deutlich ausbauen und den Schwerpunkt »Medizinphysik« hinzufügen.
Mücher war 2022 als Associate Professor (mit Tenure) an der University of Guelph tätig. 2016 wurde er als Assistant Professor in einer gemeinsamen Berufung der University of Guelph und TRIUMF (UBC, Vancouver, Canada) eingestellt. Von 2010 bis 2015 war er unter anderem als Akademischer Rat und Gruppenleiter an der Technischen Universität München tätig. Sein Studium mit Promotion hat er an der Universität zu Köln absolviert.


Dr. Nadine Töpfer

Dr. Nadine Töpfer ist zur W2-Professorin für Metabolische Rekonstruktion und Flussmodellierung mit Tenure-Track auf W3 am Institut für Pflanzenwissenschaften ernannt worden.

Die Naturwissenschaftlerin studierte Biologie, Biophysik und Physik an der Universität Potsdam und der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihr Promotionsstudium absolvierte sie am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie und der Universität Potsdam. Von 2014 bis 2019 forschte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Weizmann Institute in Israel und an der Oxford University. Seit 2019 leitete sie eine unabhängige Arbeitsgruppe am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben, bis sie 2022 den Ruf der Universität zu Köln annahm.


Professor Dr. Stefan Wesner

Professor Dr. Stefan Wesner, bisher CIO und Direktor des Kommunikations- und Informationszentrum der Universität Ulm, ist zum Direktor des IT Centers verbunden mit einer W3-Professur für Informatik mit dem Themenschwerpunkt Parallele und Verteilte Systeme ernannt worden.
Nach einem Studium der Elektrotechnik an der Universität des Saarlandes war er von 1997 bis 2010 als Doktorand und Post-Doc am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) in verschiedenen nationalen und Europäischen Forschungsprojekten in den Themenfeldern Netze, Grids und Höchstleistungsrechnen involviert. Von 2011 bis 2012 war er geschäftsführender Direktor des HLRS bevor er in 2013 auf die Leitung des Kommunikations- und Informationszentrums und einer W3-Professur an der Universität Ulm berufen wurde. Als wissenschaftlicher Leiter des Landeshochschulnetzes Baden-Württemberg (BelWü) war er zeitgleich für die Internetanbindung aller Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg verantwortlich. Neben seinen Aufgaben am IT Center wird sich seine Gruppe in der Forschung um effiziente Nutzung von parallelen und heterogenen Rechensystemen, komplexen verteilten Ausführungsumgebungen bis hin zu spezialisierten Betriebssystemen beschäftigen.


Dr. Dirk Witthaut

Dr. Dirk Witthaut, Institut für Theoretische Physik sowie Forschungszentrum Jülich, ist zum W2-Professor nach dem Jülicher Modell berufen worden. Er arbeitet an der Schnittstelle von Physik, Statistik und Energiewissenschaften. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Dynamik und Stabilität von Versorgungsnetzen, sowie die statistische Analyse und Modellierung von Energiesystemen.
Nach seiner Promotion in Kaiserslautern 2007 war Dr. Witthaut als Postdoktorand in Kopenhagen und Göttingen, sowie als Gastdozent am Kigali Institute of Science and Technology in Ruanda tätig. Seit 2014 leitet er eine Forschungsgruppe am Institut für Energie- und Klimaforschung am Forschungszentrum Jülich und war ab 2017 auch Juniorprofessor in Köln.


Professor Dr. Tobias Bernasconi, bisher Pädagogische Hochschule Heidelberg, ist zum W3-Professor für Pädagogik und Rehabilitation bei Menschen mit geistiger und komplexer Behinderung ernannt worden.

Professor Bernasconi hat bereits an der Universität zu Köln und der TU Dortmund gelehrt. Zuletzt war er als Professor für Pädagogik und Didaktik im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg beschäftigt. Neben der wissenschaftlichen Ausbildung von Sonderpädagogen engagiert sich Bernasconi im Lehrgang Unterstützte Kommunikation (LUK) im Rahmen der berufsbegleitenden Weiterbildung von Kommunikationspädagogen. Er ist aktives Mitglied der nationalen und internationalen scientific community und vertritt dort die Schwerpunkte Unterstützte Kommunikation, Inklusion sowie Aspekte rund um die Lebens-, Bildungs- und Teilhabesituation von Menschen mit komplexer Behinderung. An der Universität zu Köln wird Professor Bernasconi einen Schwerpunkt im Bereich Alter und komplexe Behinderung aufbauen und dabei die vielfältigen Möglichkeiten zur interdisziplinären Vernetzung und Zusammenarbeit an der Universität zu Köln nutzen.