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Neue Professor*innen

Dr. Annabelle Hofer, bisher Universität Bern, wurde am 1. September 2022 zur W1-Professorin für Organizational Behavior berufen. Sie wird als Juniorprofessorin die Area Corporate Development in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät verstärken. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Sustainable Organizational Behavior und Human Resource Management. Sie forscht unter anderem zu nachhaltiger beruflicher Laufbahnentwicklung, mit einem Fokus auf der Vereinbarkeit von Gesundheit, Wohlbefinden und Produktivität. Dabei widmet sich Hofer insbesondere spezifischen Unsicherheiten wie Karriereschocks und Laufbahnunsicherheiten. Sie forscht zudem über karrierebezogene Einstellungen. Ihre Forschung leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis einer nachhaltigen Karriere- und Organisationsentwicklung in Zeiten von Digitalisierung und „New Work“.
Annabelle Hofer hat an der Universität Trier Psychologie studiert und das Studium 2016 mit einem Master abgeschlossen. Anschließend hat sie an der Universität Bern promoviert. Nach ihrer Promotion 2019 war sie als Postdoktorandin an der Universität Bern, PHBern und FernUni Schweiz tätig und unterrichtete als Dozentin an der Hochschule Luzern - Wirtschaft. Schwerpunkte ihrer Lehrtätigkeit waren angewandte Forschungsmethoden in der Arbeits- und Organisationspsychologie sowie die Bereiche Personalentwicklung, Wirtschaftspsychologie, Motivations- und Arbeitspsychologie.


Professor Dr. Jens Koch, bisher Universität Bonn, wurde zum W3-Professor für Bürgerliches Recht und Gesellschaftsrecht ernannt. Seit dem 1.Oktober 2022 ist er neben Professor Dr. Clemens Höpfner geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht. Während Professor Höpfner der Abteilung Arbeitsrecht vorsteht, leitet Professor Koch die Abteilung Gesellschaftsrecht.
Kochs Forschungsschwerpunkte liegen im Gesellschafts-, Bank- und Kapitalmarktrecht, wobei ein besonderer Stellenwert dem Aktienrecht zukommt. Neben der Position als Direktor des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht ist er auch Direktor des Instituts für Gesellschaftsrecht und des Instituts für Nachhaltigkeit, Unternehmensrecht und Reporting (INUR) an der Universität zu Köln. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht (ZGR), der Zeitschrift Die Aktiengesellschaft (AG), der Zeitschrift für Personengesellschaftsrecht (ZPG), geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift für Bank- und Kapitalmarktrecht (BKR) sowie Beiratsmitglied der Zeitschrift für Wirtschaftsrecht (ZIP), der Gesellschaftsrechtlichen Vereinigung (VGR) und des Deutschen Notarinstituts.
Jens Koch studierte Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Nach der Promotion und Habilitation bei Professor Dr. Uwe Hüffer erhielt er 2006 einen Ruf an die Universität Konstanz, wo er bis 2013 Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Deutsches und Europäisches Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht war. Von 2013 bis 2022 war er Direktor des Instituts für Handels- und Wirtschaftsrecht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

 


Professorin Dr. Sonja Meier

Professorin Dr. Sonja Meier, LL.M. (London), bisher Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wurde zur W3-Professorin für Bürgerliches Recht und Privatrechtsvergleichung am neu zu gründenden Institut für Historische Rechtsvergleichung ernannt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Kernbereich des Bürgerlichen Rechts, das aus historischer, vergleichender und dogmatischer Sicht beleuchtet wird. Ein spezielles Interesse gilt dabei dem common law, vor allem dem englischen Recht.

Meier studierte in Regensburg Rechtwissenschaft. Im Anschluss an das Erste Juristische Staatsexamen folgte ein Studium am University College London, wo sie den akademischen Grad Master of Laws (LL.M.) erwarb. Daraufhin absolvierte sie das Referendariat in Regensburg, unter anderem mit einer Auslandsstation an der Tulane University in New Orleans (USA). Seit dieser Zeit arbeitete sie am Lehrstuhl von Professor Reinhard Zimmermann in Regensburg, bei dem sie später mit einer Arbeit zum englischen Bereicherungsrecht promovierte. Nach einem Auslandsjahr als Assistant Lecturer an der University of Cambridge (UK) folgte sie schließlich ihrem akademischen Lehrer an das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg, wo sie als Wissenschaftliche Referentin wirkte.

2009 habilitierte sich Meier an der Universität Regensburg mit einer historisch-vergleichenden Arbeit zu Gesamtschulden und übernahm im selben Jahr einen Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Europäische Rechtsgeschichte an der Philipps-Universität Marburg. 2012 wechselte sie an die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und war dort Direktorin der Abteilung I des Instituts für Ausländisches und Internationales Privatrecht


Dr. Irina Dudanova, bisher Max-Planck-Institut für Neurobiologie, ist am Zentrum für Anatomie zur W2-Professorin für Anatomie ernannt worden.
Professorin Dudanova untersucht Mechanismen neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und Chorea Huntington an genetischen Mausmodellen und in Zellkultur. Hier interessiert sie vor allem die Dysfunktion neuronaler Schaltkreise sowie die molekularen Vorgänge in den Nervenzellen bei Neurodegeneration. Sie nutzt sowohl moderne Bildgebungsverfahren (In-vivo Zwei-Photonen-Kalzium-Bildgebung) als auch Deep-Learning-basierte Werkzeuge für Verhaltensanalysen wie DeepLabCut. Zudem forscht Dudanova an Auswirkungen der Proteinaggregation im Gehirn auf molekularer und zellulärer Ebene, wobei sie mit ihrer Arbeitsgruppe histologische, molekulare und zellbiologische Techniken einsetzt.

Irina Dudanova hat an mehreren multidisziplinären Projekten mitgewirkt, darunter an einer von der Europäischen Gemeinschaft (ERC Synergy Grant) geförderten Kooperation mit mehreren Gruppen am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried sowie an einem gemeinsamen Projekt mit dem Labor von Professor Dr. David Vilchez vom Exzellenzcluster CECAD in Köln.

Lehrerfahrung sammelte Professorin Dudanova an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München zu Themen wie Neurobiologie, Tierphysiologie bis hin zur Zellbiologie, sowohl in Präsenz als auch im E-Learning-Format. Sie war zudem als Fakultätsmitglied an zwei Münchner Graduiertenschulen tätig.
Irina Dudanova studierte in Russland Medizin und in Deutschland Neurowissenschaften. Sie promovierte 2007 in diesem Bereich an der Georg-August-Universität Göttingen. Als Postdoktorandin kam sie im gleichen Jahr an das Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried, wo sie ab 2013 als Projektleiterin und ab 2019 als unabhängige Forschungsgruppenleiterin tätig war.

 


Professorin Dr. Nicole Ernstmann, bisher Universität Bonn, hat zum 1. November 2022 den Ruf auf die W3-Professur für Versorgungsforschung der Universität zu Köln angenommen. Die Professur ist am Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) angesiedelt.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind die patienten- und familienzentrierte Versorgungsforschung in der Onkologie, die Entwicklung und Bewertung neuer Versorgungsmodelle, die Kommunikation zwischen Patienten und Betreuenden sowie die Gesundheitskompetenz. In ihren Forschungsprojekten entwickelt, evaluiert und implementiert sie unter anderem komplexe Interventionen zur Verbesserung der psychosozialen Versorgungsqualität von Krebspatienten und ihren Angehörigen. Zusammen mit Professor Dr. Holger Pfaff, Direktor des IMVR, plant sie den weiteren Ausbau des Zentrums für Versorgungsforschung.

Nicole Ernstmann ist Diplom-Psychologin und examinierte Krankenschwester. Nach ihrer Promotion im Jahr 2007 habilitierte sie sich 2012 für die Fächer Versorgungsforschung und Medizinische Soziologie an der Universität zu Köln (2013 Fakultätspreis für die beste Habilitation). Auslandsaufenthalte führten sie zuvor 2008 an die American Psychosocial Oncology Society nach Irvine (USA) und 2009 an die University of Michigan nach Ann Arbor (USA).

Nach fünf Jahren Forschung als Juniorprofessorin für Medizinsoziologische Versorgungsforschung an der Universität zu Köln, wo sie zum Schluss als stellvertretende Direktorin des IMVR tätig war, folgte Professorin Ernstmann 2016 dem Ruf auf eine W2-Professur an die Universität Bonn. Dort war sie zuvor als Leiterin der Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie tätig. Professorin Ernstmann verfügt über langjährige Lehrerfahrung in den Bereichen Versorgungsforschung, Medizinsoziologie und Rehabilitationswissenschaften.


Professorin Dr. Christiane Ackermann ist zur W2-Professorin für Germanistische Mediävistik mit dem Schwerpunkt Spätmittelalter und Frühe Neuzeit ernannt worden.
In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit Medienumbrüchen und ihrer Relevanz für kulturelle Phantasmen und Identitätsstiftung unter besonderer Berücksichtigung des vormodernen Dramas. Ihre Forschung und Lehre in Köln widmet sie den Schwerpunkten „Mediale Dispositive historisch“, „Digital Humanities“ und „New Literacy“.

Christiane Ackermann studierte Anglistik/Amerikanistik und Germanistik an der Universität Bielefeld und war danach an den Universitäten Köln, Regensburg und Tübingen tätig. 2004 wurde sie über die Subjektkonstitution im höfischen Roman und in der Minnesängerbiographie an der Eberhard Karls Universität Tübingen promoviert, wo sie danach als akademische Rätin beschäftigt war. Es folgten längere Lehr- und Forschungsaufenthalte an der Harvard University und an der University of Illinois at Urbana Champaign (USA) als Max Kade Distinguished Visiting Professor. Im Jahr 2017 habilitierte sie sich in Tübingen mit einer Arbeit zum Themenbereich Literatur, Kultur und Medien in Spätmittelalter und Früher Neuzeit (Imago Turci. Das ›Türkendrama‹ als medialer Brennpunkt der Vormoderne [15.–16. Jh.]) und erhielt eine Venia für Deutsche Philologie. Nach Lehrstuhl- und Professurvertretungen unter anderem in Frankfurt am Main und Mannheim erfolgte der Ruf an die Universität zu Köln.


Privatdozentin Dr. Gisa Bauer, bisher Universität Leipzig, ist zur W2-Professorin für Evangelische Theologie und ihre Didaktik/Historische Theologie am Institut für Evangelische Theologie der Philosophischen Fakultät ernannt worden.

Der Schwerpunkt dieser Professur in Forschung und Lehre liegt auf der Kirchlichen Zeitgeschichte, für die sich Dr. Bauer mit zahlreichen Publikationen, u.a. ihrer 2012 erschienen Habilitation „Evangelikale Bewegung und evangelische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland. Geschichte eines Grundsatzkonfliktes (1945-1989)“ profiliert hat und eine ausgewiesene Kennerin ist. Die 1970 in Zwickau geborene Wissenschaftlerin forscht und lehrt darüber hinaus im Bereich der Kirchen- und Konfessionskunde. 2019 erschien das von ihr mitverfasste Studienbuch „Grundwissen Konfessionskunde“ im UTB-Format. Derzeit arbeitet sie an der Herausgabe eines „Handbuches der Geschichte der Frauenordination“, in dem die Entwicklungen hin zu den geistlichen Ämtern für Frauen in den deutschen evangelischen Landes- und Freikirchen zusammengetragen werden


Privatdozentin Dr. Susanne Gruß ist zur W2-Professorin für Englische Literatur- und Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Gender und Queer Studies am Englischen Seminar I ernannt worden.

Nach einer Promotion zu den Spielarten feministischen Schreibens und feministischer Theoriebildung (2007) schloss sie 2020 eine Habilitation über die Schnittstellen von Recht, Theater und Genre im frühneuzeitlichen England an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ab. Im Anschluss war Dr. Gruß als Vertretungsprofessorin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Universität Passau und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn tätig. Neben Forschungsschwerpunkten im Bereich der Gegenwartsliteratur und -kultur und des Dramas der Frühen Neuzeit beschäftigt sie sich mit Adaptationspraktiken, kollaborativem Schreiben und der kulturwissenschaftlichen Darstellung von Pilzen und ergänzt seit 2022 auch das Herausgeberinnenteam des Online-Journals gender forum an der Universität zu Köln.


Dr. Michael Felderer

Dr. Michael Felderer, bisher Universität Innsbruck (Österreich), ist zum W3-Professor für Software und eingebettete Systeme am Department Mathematik/Informatik ernannt worden. Die Professur ist verbunden mit der Stelle des Direktors des Instituts für Softwaretechnologie am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR).
In seiner Forschung beschäftigt sich Dr. Felderer mit der Entwicklung und Evaluierung von Verfahren zur Optimierung und Automatisierung der Qualitätssicherung für moderne Softwaresysteme, die etwa auf Methoden der Künstlichen Intelligenz basieren und hochkomplex sind, aber zuverlässig funktionieren müssen. Seine Promotion und Habilitation in Informatik schloss er 2011 bzw. 2015 an der Universität Innsbruck ab. Eine Gastprofessur führte ihn ab 2017 an das Blekinge Institute of Technology in Schweden. An der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät wird Dr. Felderer den Austausch und die Zusammenarbeit mit dem DLR weiter vorantreiben.


Dr. Michaela Kramer ist an der Humanwissenschaftlichen Fakultät zur W1-Professorin mit Tenure Track für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt digitale Medien in der Bildung ernannt worden.

Im Rahmen ihrer Professur beschäftigt sich Michaela Kramer mit grundlegenden Fragen der Bildung, Sozialisation und Erziehung unter den Bedingungen von Mediatisierungsprozessen und der Kultur der Digitalität. Zudem wirkt sie in den Studiengängen Intermedia, Erziehungswissenschaft und der Lehrer*innenbildung mit.
Die 1986 in Nairobi (Kenia) geborene Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin hat an den Universitäten in Lüneburg und Hamburg studiert. Ihre Promotion schloss sie 2020 mit der Arbeit „Visuelle Biografiearbeit – eine rekonstruktive Studie über Smartphone-Fotopraktiken in der Adoleszenz“ mit summa cum laude ab. Bevor sie der Ruf an die Universität zu Köln erreichte, war sie an der Universität Hamburg, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der PH Heidelberg tätig.


Dr. Wolfgang Mann, bisher an der University of Roehampton (Vereinigtes Königreich) tätig, ist zum W3-Professor für Rehabilitierung von Menschen mit Hörbehinderung im Arbeitsbereich Pädagogik und Rehabilitation hörgeschädigter Menschen der Humanwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden.

Der 1970 in Offenbach am Main geborene Wissenschaftler hat Gebärdensprachen an der Universität Hamburg studiert. Sein Promotionsstudium absolvierte er in San Francisco und Berkeley (USA). Das Promotionsstudium schloss Dr. Mann 2006 mit der Dissertation „Examining German deaf children's understanding of referential distinction in written German and German Sign Language“ ab. Nach seiner Ernennung zum Juniorprofessor für Sonderpädagogik mit Schwerpunkt Gehörlosenpädagogik lehrte und forschte er an der City University London im Bereich Sprach- und Kommunikationswissenschaften und an der University of Roehampton im Bereich Pädagogik, bis ihn 2022 der Ruf der Universität zu Köln erreichte.