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Neue ProfessorInnen

Professorin Dr. Anna Bindler, bisher Universität Göteborg, ist im Mai 2020 zur W2-Professorin für Volkswirtschaftslehre mit Tenure Track ernannt worden. Ihre Professur ist Teil des gemeinsamen Exzellenzclustes »ECONtribute: Markets & Public Policy« der Universität zu Köln und der Universität Bonn.
Die 1986 geborene Wissenschaftlerin studierte von 2005 bis 2010 Volkswirtschaftslehre in Bonn und Paris. Sie promovierte im gleichen Fach am University College London (UK), wo sie 2015 ihren Doktortitel erhielt. Von 2015 bis 2020 war sie zunächst als Postdoc und anschließend als Assistant Professor an der Universität Göteborg (Schweden) tätig. Ihre Forschung liegt im Bereich der angewandten Mikroökonomik und beschäftigt sich mit Themen der Kriminalitäts-, Rechts- und Arbeitsmarktökonomik. Konkret forscht sie unter anderem zu den Auswirkungen von Kriminalität auf die Arbeitsmarktsituation der Opfer, den Auswirkungen von Rezessionen auf Kriminalität sowie zu Diskriminierung und Faktoren, die Entscheidungen innerhalb der Strafrechtssysteme prägen


Professor Dr. Tim U. Krohne, Fellow of the European Board of Ophthalmology (FEBO), ist zum W2-Professor für Netzhauterkrankungen und vitreoretinale Chirurgie und Leiter der Netzhautchirurgie am Zentrum für Augenheilkunde der Universitätsklinik Köln ernannt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. Bernd Kirchhof an, der die Netzhautabteilung seit 2001 leitete.
Krohne hat an den Universitäten von Freiburg, London und Heidelberg studiert und seine Facharztausbildung an den Universitätskliniken Köln und Bonn absolviert. Nach einem dreijährigen Forschungsaufenthalt am Scripps Research Institute in Kalifornien, wo er sich mit der Stammzelltherapie der altersabhängigen Makuladegeneration befasste, war er zuletzt als Geschäftsführender Oberarzt und Leiter des molekularbiologischen Forschungslabors an der Universitäts-Augenklinik Bonn tätig.
Klinischer Schwerpunkt des 46-Jährigen ist das gesamte Spektrum der Erkrankungen von Netzhaut und Glaskörper sowie ihre Versorgung mit pharmakologischen, laser- und mikrochirurgischen Verfahren. Der Fokus seiner wissenschaftlichen Tätigkeit liegt auf der altersabhängigen Makuladegeneration, der Frühgeborenenretinopathie sowie den zellbiologischen und immunologischen Grundlagen von Netzhauterkrankungen.


PD Dr. Ute Mons

PD Dr. Ute Mons, bisher Deutsches Krebsforschungszentrum in Heidelberg, ist zur W2-Professorin für kardiovaskuläre Epidemiologie des Alterns an der Medizinischen Fakultät ernannt worden.
Damit besetzt sie eine von der Marga und Walter Boll-Stiftung geförderte Stiftungsprofessur, die am Herzzentrum des Universitätsklinikums angesiedelt ist. Die 1981 in Köln geborene Wissenschaftlerin hat Soziologie und Volkswirtschaftslehre in Heidelberg studiert. Im Jahr 2013 schloss sie ihre Promotion und im Jahr 2017 ihre Habilitation an der Universität Heidelberg erfolgreich ab. Ihre venia legendi erhielt sie für Epidemiologie und Public Health. Am Deutschen Krebsforschungszentrum leitete Dr. Mons zuletzt die Abteilung Krebsprävention, bis sie der Ruf der Universität zu Köln erreichte.


Dr. Ann-Marie Waldvogel (geborene Oppold), bisher Wissenschaftlerin am Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum in Frankfurt am Main, ist zur W1-Professorin für Populationsgenetik mit Tenure Track am Institut für Zoologie ernannt worden.
Sie studierte Biologie (BSc) an der Universität Heidelberg und Umweltwissenschaften (MSc) an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, wo sie auch 2017 ihre Promotion abschloss. Am Institut für Zoologie wird sie nun eine Gruppe aufbauen, um Mechanismen der Genomevolution im Wechselspiel ökologischer Veränderungen, wie durch den globalen Klimawandel, zu erforschen.


Dr. Christine Heim

Dr. Christine Heim, bisher Universität Göttingen, ist zur W2-Professorin für Geobiologie ernannt worden.
Ihre Hauptforschungsinteressen liegen im Bereich terrestrischer Habitate, insbesondere der Charakterisierung und Rekonstruktion fossiler Lebensräume unter extremen Bedingungen speziell in der unterirdischen Biosphäre. Dabei spielen Untersuchungen an rezenten Organismen und deren Wechselwirkung mit Mineralen und Gewässern eine zentrale Rolle, da sie Rückschlüsse auf fossile Lebensgemeinschaften und deren Ökosysteme erlauben. Mit der Erforschung der kontinentalen Tiefen Biosphäre hat sich Dr. Heim bereits intensiv während ihrer Doktorarbeits- und Postdoc-Phase beschäftigt.  
Ein aktuelles Projekt dient der Erforschung von rezenten mikrobiologischen Stoffwechselprozessen speziell von unterirdisch lebenden Pilzen, die Einfluss auf die Bildung von charakteristischen Marker-Molekülen (Biomarker) haben. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Forschungsaktivität liegt auf der Untersuchung der Frühdiagenese von organischem Material. Dieser Schwerpunkt eignet sich sehr gut zur lehrenden Forschung und damit zur frühen Integration von Studierenden in aktuelle Forschungsthemen.


Professor Dr. Nils Buchholtz

Professor Dr. Nils Buchholtz, bisher Universität Oslo, ist zum W3 Professor für Mathematikdidaktik ernannt worden.
Der gebürtige Hamburger (Jahrgang 1982) studierte Mathematik und Evangelische Religion für das Lehramt an der Oberstufe und promovierte im Jahr 2014 an der Universität Hamburg zum Thema Lehrerprofessionswissen von Mathematiklehramtsstudierenden. Anschließend absolvierte er den Vorbereitungsdienst (Referendariat) und wechselte danach wieder zurück an die Universität. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Associate Professor an der Universität Oslo leitete er seit 2017 die Fachgruppe Mathematikdidaktik am Institut für Lehrerausbildung und Schulforschung. Dr. Buchholtz erforscht Lehrerkompetenzen und die Unterrichtsqualität im Fach Mathematik sowie den Einsatz digitaler Werkzeuge beim Betreiben von Mathematik an außerschulischen Lernorten.


Dr. Matteo Rizzi, bisher Universität Mainz, ist zum W2-Professor für »Numerische Analyse synthetischer Quantenmaterialien« am Institut für Theoretische Physik ernannt worden. Er wird gleichzeitig als Gruppenleiter in dem kürzlich gegründeten Institut für Quantenkontrolle des Peter-Grünberg-Instituts beim Forschungszentrum Jülich angestellt.
Der 1980 in Novara, Italien, geborene Wissenschaftler hat Physik an der Scuola Normale Superiore in Pisa studiert und anschließend dort mit seiner Dissertation »Quantum phase transitions in Hubbard lattices« promoviert. Von 2007 bis 2012 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching tätig. 2013 wurde er an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zum Juniorprofessor ernannt. Dort hat er eine Forschungsgruppe aufgebaut und Lehrveranstaltungen im Bereich der theoretischen Physik der kondensierten Materie und der Quanteninformation angeboten. Im Januar 2019 wechselte er als Akademischer Oberrat zur Uni Köln. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die sogenannten Methoden der Tensor-Netzwerke zur Behandlung von verschränkten Vielteilchensystemen (Sonderforschungsbereich 183 an der Universität zu Köln) und die Erforschung von theoretischen Grundlagen für die Entwicklung von Plattformen für Quantencomputation und Quantensimulation (Exzellenzcluster ML4Q an der Universität zu Köln und am Forschungszentrum Jülich sowie am EU-Flagship PASQUANS des Forschungszentrums Jülich).


Professor Dr. Andreas Vogelsang

Professor Dr. Andreas Vogelsang, bisher TU Berlin, ist zum W2 Professor für Informatik (mit Tenure Track nach W3) am Institut für Informatik ernannt worden. Professor Vogelsang wird am Institut einen neuen Lehrstuhl für Software und Systems Engineering aufbauen. Vogelsang hat 2015 an der TU München promoviert und war von Mitte 2016 bis Mitte 2020 an der TU Berlin Juniorprofessor für Automotive Software Engineering sowie Leiter der Software Engineering Abteilung am Daimler Center for Automotive IT Innovations. Professor Vogelsang forscht im Bereich Requirements Engineering, Model-based Systems Engineering und Data-driven Systems Engineering. 2018 wurde Vogelsang zum Junior-Fellow der Gesellschaft für Informatik (GI) ernannt und 2019 zum „Nachwuchswissenschaftler des Jahres“ von academics und dem DHV gekürt.


Professor Dr. Bart Thomma, bisher Universität Wageningen, Niederlande, hat an der Universität zu Köln eine Alexander von Humboldt-Professur angenommen. Professor Thomma ist am 1. August am Institut für Pflanzenwissenschaften im Rahmen des Exzellenzclusters für Pflanzenwissenschaften CEPLAS zum W3-Professor ernannt worden. Thomma wird am CEPLAS ein Center for Microbial Interactomics aufbauen und dort die evolutionäre Mikrobiologie vertreten. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf den Wechselwirkungen zwischen Boden und Pilzen. Er erforscht mikroskopisch kleine Bodenpilze, die Pflanzenkrankheiten auslösen. Der Wissenschaftler will Strategien gegen solche von Pilzen ausgelösten Pflanzenkrankheiten entwickeln. Im Rahmen der Alexander von Humboldt-Professur stehen Thomma fünf Millionen Euro für die ersten fünf Jahre seiner Forschung an der Uni Köln zur Verfügung.