zum Inhalt springen

Neue ProfessorInnen

Oya Beyan, PhD, M.Sc, M.Sc., Institut für Medizinische Informatik, ist zur W3-Professorin für Medizininformatik ernannt worden.

Beyan gilt als eine der führenden Expertinnen für FAIR-Daten (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) und verteilte Analysen in Europa. 2019 wurde sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Vertreterin Deutschlands für die FAIR Data Arbeitsgruppe der European Open Science Cloud nominiert. FAIR-Daten und die Kopplung von analytischen Fähigkeiten gelten als potenzielle Schlüsselfaktoren für lernende Gesundheitssysteme. Beyans Forschungsschwerpunkte sind die Wiederverwendbarkeit von Gesundheitsdaten, semantische Interoperabilität und Data Science mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung durch Innovation kontinuierlich zu verbessern und neues Wissen zu schaffen. Sie setzt auf das Potenzial datengestützter Medizin durch die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen, ohne dabei Fairness, Gerechtigkeit, Datenschutz und Vertraulichkeit von Einzelpersonen sowie sozialen Gruppen und Gemeinschaften aus dem Blick zu verlieren.

Professorin Oya Beyan war zuvor als Gruppenleiterin der FAIR Data and Distributed Analytics und stellvertretende Leiterin der Abteilung Knowledge Pipelines am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnologie (FIT) tätig. Sie arbeitete als Postdoktorandin und Dozentin an der Informatik 5 der RWTH Aachen und am INSIGHT Centre for Data Analytics of the National University of Ireland Galway (NUIG). Beyan promovierte 2010 an der Technischen Universität des Nahen Ostens, Institut für Informatik, Abteilung für Gesundheitsinformatik in Ankara. Im gleichen Jahr hatte sie einen Master of Science in Soziologie erworben. Bereits 2003 erwarb sie dort im Institut für Informatik einen Master of Science in Informationssystemen.


Dr. rer. nat. Julie George, Abteilung Translationale Genomik, ist am 1. März 2021 zur W2-Professorin für Molekulare Kopf- und Hals-Onkologie an der Medizinischen Fakultät ernannt worden.

Julie George gilt als international ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der neuroendokrinen Lungentumore. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Untersuchung biologischer Prozesse von Krebserkrankungen sowie in der molekularen Charakterisierung der Pathogenese und evolutionären Anpassung von Krebs unter Therapie. Das Hauptziel ihrer Arbeit ist es, ein mechanistisches Verständnis zur Tumorbiologie zu erlangen, um so neue therapeutische Ansätze für Krebspatient:innen zu entdecken. Sie leitet und betreut in enger Zusammenarbeit mit Kliniker:innen, Patholog:innen und Wissenschaftler:innen von weltweit über 30 Forschungsinstituten und Kliniken diverse Leuchtturmprojekte im Bereich Lungenkrebs.
Ihr Methodenspektrum umfasst Genomsequenzierungen und Einzel-Zell Analysen, bioinformatische Auswertungen von komplexen Datensätzen sowie die funktionelle und molekularbiologische Charakterisierung in Patienten-derivierten Zellkultursystemen und Mausmodellen. Aufbauend auf diesen Forschungsansätzen möchte George das Wissen über die Entwicklung von Krebszellen bei Patient:innen mit Tumoren im Kopf-Hals-Bereich erweitern, mit dem Ziel, neue mechanistisch-basierte effektivere Therapien zu identifizieren.

Julie George studierte »Molecular Life Science« an der Medizinischen Universität zu Lübeck. Bereits während ihrer Promotion am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg beschäftigte sie sich mit der Krebsimmunologie. Anschließend arbeitete George zunächst als Postdoktorandin und später als Leiterin einer Forschungsgruppe in der Abteilung Translationale Genomik der Universität zu Köln.


Dr. Silvia von Karstedt, Forschungsgruppenleiterin am Department für Translationale Genomik und dem CECAD Research Center, ist am 01.05.2021 zur W2-Professorin für die Dynamik von Krebs- und Immunsystemen ernannt worden. Die Biologin Dr. Silvia von Karstedt erforscht die molekularen Mechanismen verschiedener Arten von reguliertem Zelltod und ihrer Rolle in der Entstehung und Bekämpfung von Krebserkrankungen. Sie geht insbesondere der Frage nach, wie das Immunsystem dazu gebracht werden kann, fehlerfrei alle Tumorzellen zu erkennen, um sie dann vollständig beseitigen zu können. Von besonderem Forschungsinteresse ist für die Biologin dabei die eisenabhängige Selbstzerstörung der Tumorzelle mittels Ferroptose, bei der die Zellmembran durch eine Kettenreaktion zum Platzen gebracht wird.
Dr. Silvia von Karstedt hat an den Universitäten Hamburg und Heidelberg Biologie studiert. Nach ihrem Diplomabschluss hat sie am Imperial College London promoviert und von 2013 bis 2017 als Postdoc mit den Professoren Henning Walczak und Julian Downward zusammengearbeitet. Seit 2017 leitet sie am Department für Translationale Genomik und dem CECAD die Forschungsgruppe “Cell Death and Cancer Evolution”.


Professor Dr. Marius Lemberg, bisher Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH), ist zum W3-Professor für Biochemie berufen worden.

Schwerpunkt von Lembergs Forschung sind molekulare Mechanismen, die in eukaryotischen Zellen die Proteinhomöostase überwachen. Als Proteinhomöostase werden zelluläre Prozesse beschrieben, die Proteinsynthese, Faltung und Abbau innerhalb der Zelle regulieren und dadurch das zelluläre Proteom – die Gesamtheit aller Proteine in der Zelle – schützen. Störungen dieses Gleichgewichts zwischen Synthese und Abbau führen zu zahlreichen Erkrankungen und lassen Zellen schneller altern. Lembergs Forschung soll neue Ansatzpunkte in der Bekämpfung von Proteinfehlfaltungserkrankungen wie Morbus Parkinson und Neuropathien liefern.

Seit 2017 war Marius Lemberg als Professor am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) tätig, wo er seit 2007 eine Forschungsgruppe leitete. Zuvor forschte er von 2004 bis 2007 in Cambridge (Vereinigtes Königreich) als Postdoktorand am MRC Laboratory of Molecular Biology. Zwischen 2000 und 2003 promovierte Lemberg zum Dr. sc. nat. am Institut für Biochemie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich in der Schweiz. 2004 wurde ihm die Silbermedaille für seine hervorragende Dissertation verliehen.


Professor Dr. med. Christian Netzer, M.A., hat zum 15. Dezember 2020 die W2-Professur für Klinische Genetik am Institut für Humangenetik der Medizinischen Fakultät angetreten.

Christian Netzer ist seit 2019 Leiter der klinischen Humangenetik. Er war zuvor Oberarzt am Institut für Humangenetik und leitet seit 2009 die Humangenetik im Medizinischen Versorgungszentrum der Uniklinik Köln. Netzer hat im Jahr 2009 an der Universität zu Köln mit einer Arbeit über die molekulare Pathogenese monogener Erkrankungen habilitiert und seither einen Forschungsschwerpunkt auf der Aufklärung der genetischen Ursachen von erblichen Skeletterkrankungen und genetischen Syndromen. Außerdem beschäftigt er sich mit ethischen Fragen der Humangenetik. Seine klinisch-genetischen Schwerpunkte sind genetische Erkrankungen in der Pädiatrie sowie die genetische Diagnostik mittels Hochdurchsatz-Sequenzierung (NGS).
Der in Hildesheim geborene Christian Netzer hat in Göttingen und Hamburg Medizin und Philosophie studiert. Seine medizinische Promotion fertigte er an der Universität Göttingen an. Das Philosophiestudium hat er ebenfalls dort mit dem akademischen Grad eines Magister Artium (M.A.) und einer Arbeit über die moralischen Probleme der Präimplantationsdiagnostik abgeschlossen. Er ist nach Weiterbildungsstationen an den humangenetischen Instituten der Universitäten Göttingen und Bonn seit 2005 Facharzt für Humangenetik. Christian Netzer wurde 2018 vom Bundesministerium für Gesundheit in die Gendiagnostik-Kommission am Robert Koch-Institut berufen. Er ist Sprecher der Kommission für Grundpositionen und ethische Fragen der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik (GfH).


Privatdozent Dr. Dr. Alfredo Ramirez wurde am 1. März 2021 auf die W2-Professur für Neurogenetik kognitiver Erkrankungen berufen, die der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zugeordnet ist.

Zuvor war er als Leiter der Sektion für Neurogenetik und Molekulare Psychiatrie am Universitätsklinikum Köln tätig. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf multifaktoriellen Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit, und hier spezifisch auf der Rolle genetischer und epigenetischer Faktoren. Multifaktorielle Erkrankungen beginnen in der Regel Jahre vor der klinischen Diagnose. Hier stellt sich die Frage, ob die gleichen genetischen und epigenetischen Risikofaktoren für kognitive Störungen auch den Verlauf der Krankheit modulieren können. Professor Ramirez sucht nach Risikofaktoren, die die Krankheitsprogression bereits in präklinischen Stadien modulieren, weil hier Möglichkeiten für Präventionsmaßnahmen ansetzen können.
Alfredo Ramirez wurde 1972 in Chile geboren und studierte von 1990 bis 1996 Humanmedizin an der Universidad de Chile in Santiago de Chile. 2004 promovierte er im Fach Humangenetik in Bonn (Dr. med.). 2014 habilitierte er in Neurogenetik an der Universität Lübeck. Zudem erwarb er 2016 einen Doktor in Neurowissenschaften (PhD) an der Universität Maastricht.


Professor Dr. Dr. Thomas Schmidt, bisher Universitätsklinikum Heidelberg, ist zum 1. April 2021 von der Medizinischen Fakultät auf die W2-Professur »Onkologische Chirurgie« berufen worden.

Professor Schmidt ist Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie für Spezielle Viszeralchirurgie. Zuvor war er beim Universitätsklinikum Heidelberg als Erster Oberarzt in der Klinikleitung, als Leiter der Sektion Oberer Gastrointestinaltrakt und als stellvertretender Sektionsleiter »Onkologische Chirurgie« tätig. Seit 2014 leitete er in Heidelberg eine klinische Arbeitsgruppe mit dem Schwerpunkt Ösophagus und Magen. Sein wissenschaftliches Interesse liegt vor allem auf der Mikroumgebung von Tumoren und Metastasen. Hierzu leitete er seit 2012 die grundlagenwissenschaftliche Arbeitsgruppe »Tumor und Metastasen Mikroenvironment« und erhielt für diese Arbeiten den renommierten Ernst-Jung-Karriereförderpreis 2014.

Thomas Schmidt ist ein erfahrener Chirurg und ausgewiesener Spezialist für Pankreas- und Ösophaguschirurgie, minimal-invasive Chirurgie und komplexe Eingriffe der gesamten chirurgischen Onkologie. Er stärkt durch seine Expertise in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Tumor- und Transplantationschirurgie den Schwerpunkt im Bereich der Behandlung von Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltrakts und von Pankreaskarzinomen.


Professor Dr. Filipe Cabreiro

Professor Dr. Filipe Cabreiro, bisher Imperial College London, wurde am Exzellenzcluster für Alternsforschung CECAD zum W3-Professor für Microbiota in Aging ernannt.

Cabreiro beschäftigt sich als Biochemiker mit den biologischen Mechanismen, die dem molekularen Stressschutz, dem Stoffwechsel und der Alterung zugrunde liegen. Vor seinem Wechsel an die Universität zu Köln war er an der Université Paris Diderot, dem University College London und dem Imperial College tätig. Seine bahnbrechenden Arbeiten führten zu einem Paradigmenwechsel in der Verwendung des Fadenwurms C. elegans zur Untersuchung von Wirt-Mikroben-Wirkstoff-Interaktionen im Zusammenhang mit der Alterung. Für seinen bedeutenden wissenschaftlichen Beitrag zur Rolle der Darmflora (Microbiota) bei der Regulation der Wirkung pharmakologischer Substanzen auf die Wirtsphysiologie wurde Cabreiro mit einem EMBO Young Investigator Award ausgezeichnet.

Sein Labor hat ein experimentelles Verfahren entwickelt, mit der die Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Mikroorganismen sowie dem Wirt entschlüsselt werden können. Dabei werden klassische und fortschrittliche mikrobielle Genetik mit genomischen und chemischen Hochdurchsatzansätzen, gezielten Stoffwechselanalysen und computergestützten Ansätzen kombiniert, um sowohl die Physiologie des Wirts als auch die der Mikroorganismen zu verstehen. Im Laufe der Jahre hat sein Labor Signalwege und biochemische Pfade in Bakterien identifiziert, die die Verfügbarkeit von Zwischenprodukten des Stoffwechsels (Metabolite) regulieren und damit die Physiologie und Alterung des Wirts beeinflussen können. Seine aktuelle Forschung zielt darauf ab, Einblicke in die Wirkung von Medikamenten auf die Darmflora bei höheren Organismen, einschließlich Mäusen, zu gewinnen. Cabreiro möchte so Strategien entwickeln, um über die Darmflora gezielt Stoffwechselerkrankungen behandeln und Alterungsprozesse beim Menschen verlangsamen zu können.


Dr. Nele Callebaut, bisher Universität Haifa (Israel), wurde zur W1-Professorin für Theoretische Physik (mit Tenure Track nach W2) am Institut für Theoretische Physik ernannt.

Die belgische Wissenschaftlerin promovierte 2014 an der Universität Gent im Verbund mit der Vrije Universiteit Brussel. Danach war sie als Postdoktorandin an der Princeton University und der Columbia University in den USA, der Universität Gent in Belgien sowie an der Universität Haifa und Technion in Israel tätig. In ihrer Doktorarbeit beschäftigte sie sich insbesondere mit Anwendungen der Holographie für die Quantenchromodynamik und die Theorie der kondensierten Materie. Der Schwerpunkt ihrer aktuellen Forschung liegt auf Problemen der Quantengravitation, der Holographie und der damit in Zusammenhang stehenden Verwendung quanteninformationstheoretischer Methoden.


Dr. Duc Viet Vu wurde zum W2-Professor für Reine Mathematik (mit Tenure-Track nach W3) am Department für Mathematik und Informatik ernannt.
Dr. Vu war bereits von Mai 2018 bis März 2021 mit einem Postdoc-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Mathematischen Institut tätig. Bevor er nach Köln kam, war er etwa ein Jahr lang als Forscher am Korea Institute for Advanced Studies in Südkorea beschäftigt. Seinen Doktortitel erlangte er im Juli 2017 an der Universität Pierre und Marie Curie, die heute Teil der Universität Sorbonne ist.


Dr. Liane Bächler, bisher Universität Siegen, wurde am 1. März 2021 zur W1-Professorin für Assistive Technologien in inklusiven Kontexten an der Humanwissenschaftlichen Fakultät ernannt.

Die Schwerpunkte ihrer Professur liegen in der Heilpädagogik und Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen mithilfe technischer Unterstützungsmöglichkeiten innerhalb schulischer und außerschulischer Handlungsfelder, um so gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Bächler interessiert sich dabei vor allem für die Entwicklung und Evaluation anwendungsbezogener Assistenztechnologien, mit deren Hilfe eine Stärkung der individuellen Autonomie und eine Befähigung zur gesellschaftlichen Teilhabe im weitesten Sinne erreicht werden soll. Im Mittelpunkt ihrer interdisziplinären Arbeits- und Forschungstätigkeit steht die Entwicklung und Entfaltung menschlicher Potenziale. In ihrer Forschung betrachtet sie das Individuum als »Experte/in in eigener Sache« und bezieht Menschen mit Unterstützungsbedarf in ihre Forschungsarbeit ein, da nur auf diese Weise eine den Bedürfnissen der Menschen angepasste Entwicklung, Implementierung und Evaluierung assistiver Technologien erreicht werden kann.

Liane Bächler hat im Jahr 2013 den Masterstudiengang »Pädagogik der frühen Kindheit« (M.A.) an der Universität Konstanz in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Thurgau (Schweiz) abgeschlossen. Anschließend war sie bis Dezember 2016 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt motionEAP »System zur Effizienzsteigerung und Assistenz bei Produktionsprozessen in Unternehmen auf Basis von Bewegungserkennung und Projektion« an der Hochschule Esslingen a.N. tätig. Danach wechselte Bächler als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an die Universität Siegen, wo sie im April 2020 ihre Promotion zum Thema »Zur Förderung der Teilnahme an Arbeit von Menschen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf durch den Einsatz technischer Assistenz – Eine Feldstudie in einer Werkstatt für behinderte Menschen« abgeschlossen hat.


Dr. Johannes C. Ehrenthal, bisher Universitätsklinikum Heidelberg, wurde zum 1. Dezember 2020 zum W1-Professor (Tenure Track) für Klinische Psychologie und empirisch-quantitative Tiefenpsychologie am Department Psychologie berufen.
Dr. Ehrenthal studierte Psychologie am Georg-Elias-Müller Institut der Universität Göttingen. Nach seinem Diplom im Jahr 2005 war er zunächst in der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Göttingen angestellt. Im Jahr 2006 wechselte er nach Heidelberg und war zehn Jahre an der dortigen Psychosomatischen Universitätsklinik tätig. Weitere Stationen umfassten das Institut für Psychologie der Universität Kassel, einen Post-Doc-Aufenthalt an der Penn State University bei Professor Kenneth N. Levy sowie eine zeitlich befristete Professur für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse an der Universität Klagenfurt. Nach seiner Rückkehr an das Universitätsklinikum Heidelberg übernahm er im Frühjahr 2018 die Leitung der Ambulanz des Instituts für Medizinische Psychologie, die er bis zu seinem Wechsel an die Universität zu Köln innehatte.
Forschungsschwerpunkte der Professur sind neben der allgemeinen Psychotherapieforschung die Diagnostik und Behandlung von Persönlichkeitsstörungen, die Anwendung der Bindungstheorie in klinischer Psychologie und Psychosomatik und die Diagnostik und Behandlung komplexer Traumafolgestörungen. Ein weiterer Schwerpunkt, die Entwicklung und Evaluation innovativer Konzepte für die Kompetenzentwicklung von Psychotherapeut:innen, wird insbesondere in der Etablierung des neuen Psychotherapiestudiums eine wichtige Rolle spielen. Johannes Ehrenthal verfügt neben seiner Forschung über mehr als dreizehn Jahre Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung von Menschen mit psychischen Störungen, die er in den Aufbau einer neuen Hochschulambulanz für Forschung und Lehre einbringen wird.


Juniorprofessorin Dr. Maike Schindler ist im März 2021 zur W3-Professorin für Sonderpädagogische Didaktik im Handlungsfeld Mathematik ernannt worden.

Professorin Schindler forscht zu den Themen des Lernens und Lehrens von Mathematik in sonderpädagogischen Handlungsfeldern – in inklusiven Schulen, in Förderschulen und in Kindertagesstätten. Aktuelle Forschungsprojekte widmen sich unter anderem der Diagnostik und adaptiven Förderung bei Schwierigkeiten im Mathematiklernen sowie der Entwicklung und Erforschung technologischer Innovationen. Schindler ist Koordinatorin des von der Europäischen Union geförderten Projektes »DIDUNAS – Digital Identification und Support of Under-Achieving Students«. Im Rahmen des DIDUNAS-Projekts werden mithilfe technischer Lösungen Schwierigkeiten beim Mathematiklernen ermittelt und die Lernenden gezielt unterstützt. Basierend auf einem digitalen Tool mit Eye-Tracking-Funktion wird hierfür mithilfe künstlicher Intelligenz eine App sowie passendes Fördermaterial für Kinder entwickelt.

Professorin Schindler studierte das Lehramt für Sonderpädagogik mit dem Fach Mathematik an der TU Dortmund und absolvierte danach den Vorbereitungsdienst (Referendariat) an einer Förderschule mit den Förderschwerpunkten Lernen und Sprache. Anschließend promovierte sie an der TU Dortmund in der Mathematikdidaktik und war nachfolgend an der Leibniz Universität Hannover, der Ruhr-Universität Bochum und der Örebro University in Schweden tätig. 2017 wurde sie zur W1-Professorin an der Universität zu Köln ernannt.