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Neue ProfessorInnen

Professorin Dr. Verena Prokosch-Willing, bisher Universitätsklinik Mainz, ist zum 1. Oktober 2020 dem Ruf auf die W2-Professur für Glaukomerkrankungen an der Medizinischen Fakultät und am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln gefolgt. Klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt der international anerkannten Glaukomspezialistin ist das gesamte Spektrum der konservativen und operativen Glaukomtherapie. Neben der klinischen Tätigkeit befasst sich die 39-Jährige seit ihrer Promotion grundlagenwissenschaftlich mit der Regeneration und Degeneration retinaler Ganglienzellen beim Glaukom. Sie leitet seit 2014 eine eigene, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Arbeitsgruppe, die bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Professorin Prokosch-Willing hat an den Universitäten in Münster, Valencia (Spanien), Bergen (Norwegen) und Zürich (Schweiz) Humanmedizin studiert und ihre Facharztausbildung an der Universitätsklinik Münster absolviert, bevor sie als Oberärztin für Glaukomerkrankungen an die Universitätsklinik Mainz wechselte.


Dr. Magnus Lerch, bisher Universität Wien, ist zum W1-Professor für Dogmatik/Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie mit Tenure Track am Institut für Katholische Theologie der Philosophischen Fakultät ernannt worden.
Der 1982 in Bonn geborene Wissenschaftler hat Katholische Theologie in Bonn und Münster studiert und wurde mit einer Arbeit zu den Herausforderungen des neuzeitlichen Freiheitsdenkens für die Theologie der Offenbarung promoviert. Im Anschluss war Dr. Lerch als Universitätsassistent (Postdoc) an der Universität Wien tätig, bis er 2020 dem Ruf an die Universität zu Köln folgte. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen das Verhältnis von Katholizismus und Moderne, philosophisch-theologische Freiheitsdiskurse und Geschichtskonzepte in der evangelischen und katholischen Theologie.


Professorin Dr. Katharina Groß, bisher Universität Wien, ist zur W2-Professorin für Chemiedidaktik in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Die 1983 in Brühl geborene Wissenschaftlerin hat von 2003 bis 2009 an der Universität zu Köln und an der Deutschen Sporthochschule Köln die Fächer Chemie und Sport auf Lehramt für Gymnasien und Gesamtschulen studiert. Nach ihrer Promotion 2013 in der Chemiedidaktik an der Universität zu Köln mit der Dissertation »Experimente alternativ dokumentieren – eine qualitative Studie zur Förderung der Diagnose- und Differenzierungskompetenz in der Chemielehrerbildung« legte sie 2014 ihr zweites Staatsexamen ab.
Bis zu ihrer Berufung 2016 zur Juniorprofessorin für Naturwissenschaftsdidaktik mit Schwerpunkt Sonderpädagogik an der Universität zu Köln war sie an der Universität sowie an einem Kölner Gymnasium tätig. Im April 2018 folgte sie dem Ruf auf die Universitätsprofessur für Didaktik der Chemie an der Universität Wien. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören der inklusive Chemieunterricht, Diagnose- und Differenzierungskompetenz in der Chemielehrerbildung, Diagnostizieren und individuell fördern im Chemieunterricht, Einsatz und Analyse von Erklärvideos sowie die außerschulische Lernumgebung ELKE – Experimentieren-Lernen-Kompetenzen Erwerben.


Dr. Stephanie Kath-Schorr, bisher Nachwuchsgruppenleiterin an der Universität Bonn, ist zur W2-Professorin für Organische Chemie (BLP-Professur mit Tenure Track nach W3) am Department für Chemie ernannt worden. Die gebürtige Frankfurterin (Jahrgang 1982) promovierte 2010 an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Thema Erbgutschäden durch aromatische Aminoverbindungen. Nach einem Postdoktorat an der Universität Dundee (Schottland) kehrte Kath-Schorr 2013 nach Deutschland zurück, um am LIMES-Institut (Life and Medical Sciences) der Universität Bonn eine durch den Fonds der Chemischen Industrie geförderte Nachwuchsgruppe im Bereich der Chemischen Biologie aufzubauen.
Kath-Schorr forscht im Bereich der Nukleinsäurechemie und Chemischen Biologie mit einem Schwerpunkt in der Synthese und Untersuchung chemisch modifizierter Ribonukleinsäuren. In ihrer Arbeitsgruppe werden artifizielle Nukleinsäuren aus synthetischen Bausteinen entwickelt, die neuartige Funktionen ausüben und neben der Erkennung von biologisch relevanten Zielmolekülen auch katalytische Aktivität besitzen.


Dr. Marcel Schubert, Gruppenleiter und Royal Society Dorothy Hodgkin Fellow an der University of St Andrews (UK), ist zum W1-Professor für Biointegrierte Photonik mit Tenure Track am Zentrum für NanoBioPhotonik des Departments für Chemie ernannt worden.
Dr. Schubert hat zunächst an der Universität Potsdam Physik studiert und dort 2014 auf dem Gebiet der organischen Elektronik promoviert. Mit dem Wechsel an die University of St Andrews erfolgte eine wissenschaftliche Umorientierung auf die Gebiete Biophotonik und biologische Laser. Am neugegründeten Zentrum für NanoBioPhotonik wird er in Zukunft neuartige Mikro- und Nanolaser für Anwendungen in der Biologie und Medizin erforschen.


Dr. Carina Zindel, bisher Technische Universität Dortmund, ist zur W1-Professorin für Mathematikdidaktik (mit Schwerpunkt informatische Bildung) mit Tenure Track am Institut für Mathematikdidaktik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Nach ihrem Studium der Mathematik und Informatik für gymnasiales Lehramt war Dr. Zindel als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts (IEEM) an der TU Dortmund tätig. Ihre Promotion schloss sie im Jahr 2018 mit der Dissertation »Den Kern des Funktionsbegriffs verstehen – eine Entwicklungsforschungsstudie zur fach- und sprachintegrierten Förderung« ab. In Zukunft wird sie sich mit Fragen der informatischen (Allgemein-)Bildung an der Schnittstelle von Mathematik- und Informatikdidaktik beschäftigen.