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Neue ProfessorInnen

Professor Dr. Thomas Leopold, bisher Universität Amsterdam (NL), ist zum W3-Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung am Institut für Soziologie und Sozialpsychologie ernannt worden. Nach Studium und Promotion (2012) in Bamberg war er als Postdoc am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz und seit 2014 an der Universität Amsterdam beschäftigt. Zum Start in Köln beginnt auch sein EU-finanziertes Projekt KINMATRIX (2020-2025), das Daten zu 10.000 Familiennetzwerken in fünf europäischen Ländern erheben und auswerten wird. Neben der Familienforschung liegen seine Schwerpunkte in der Demografie, der Lebenslaufforschung und der sozialen Ungleichheitsforschung.


Foto: John M. John.

Prof. Dr. Markus Ogorek, LL.M. (Berkeley) ist neuer Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre. Prof. Ogorek studierte Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Salzburg. Nach der Promotion bei Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Muckel in Köln absolvierte er ein LL.M.-Studium an der University of California at Berkeley. In seiner Referendarzeit setzte Ogorek sein Auslandsstudium an der University of Edinburgh als Teilnehmer des vom British Council geförderten European Young Lawyers Scheme fort. Im Anschluss an das Assessorexamen war Ogorek als Akademischer Rat a.Z. bei Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Muckel am Institut für Kirchenrecht und rheinische Kirchenrechtsgeschichte tätig (heute: Institut für Religionsrecht). Nach der Habilitation trat er eine Lehrstuhlvertretung an der Goethe-Universität Frankfurt an. 2013 übernahm Ogorek den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, öffentliches und privates Wirtschaftsrecht und Verwaltungswissenschaften an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (Law School) der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Ein Jahr später wurde Ogorek zum Dekan der EBS Law School gewählt und 2016 schließlich zum Universitätspräsidenten. In Nachfolge von Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas von Danwitz, der als Richter am EuGH wirkt, kehrt Ogorek im Sommersemester 2020 nunmehr an die Universität zu Köln zurück.


Professor Dr. Paul Brinkkötter, Oberarzt an der Klinik II für Innere Medizin der Uniklinik Köln, ist zum W2 Professor für glomeruläre Forschung in der Nephrologie in der medizinischen Fakultät ernannt worden. Der 1977 in Ludwigshafen am Rhein geborene Humanmediziner hat von 1996 bis 2002 an den Universitäten in Homburg/Saar, Heidelberg (Mannheim) sowie Indianapolis/USA studiert. Seine Promotion absolvierte er 2001 in Mannheim über die Funktion des Nierenfilters bevor er 2006 für drei Jahre als Post-Doc an der University of Washington in Seattle, USA tätig war. Nach seiner medizinischen Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie sowie Geriatrie an der Uniklinik Köln leitet er einerseits die Universitäre Altersmedizin innerhalb der Klinik II für Innere Medizin sowie seit 2018 die DFG-geförderte Klinische Forschergruppe KFO329 „Disease pathways in podocyte injury – from molecular mechanisms to individualized treatment options“ (www.podocyte.org).


Dr. Alexander Dilthey, bisher Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ist zum W2-Professor am Institut für medizinische Statistik und Bioinformatik und zum Leiter der Bioinformatik-Core-Facility am CECAD ernannt worden. Der 1983 in Düsseldorf geborene Wissenschaftler hat in Würzburg, Düsseldorf und Genf studiert und an der University of Oxford im Fach »Statistical Genetics« promoviert. Nach der Mitgründung zweier Unternehmen im Bereich der algorithmischen Genetik und einem Forschungsaufenthalt an den National Institutes of Health in den USA kehrte er 2017 nach Deutschland auf eine Position als unabhängiger Nachwuchsgruppenleiter an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zurück. Dr. Dilthey forscht in den Bereichen Immungenetik, bioinformatische Methodenentwicklung und DNA-basierte Diagnostika. Er koordiniert die COVID-19-Sequenzierung innerhalb der DFG-Sequenzierungs-Kompetenzzentren.


Professor Dr. Bernhard Dorweiler, bisher Universitätsklinik Mainz, ist zum W3-Professor für Gefäßchirurgie an der Medizinischen Fakultät ernannt worden. Ihm wurde zudem die Leitung der Klinik und Poliklinik für Gefäßchirurgie im Herzzentrum der Uniklinik Köln übertragen.

Professor Dorweiler studierte bis 1997 Humanmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz mit Auslandsaufenthalten an der Harvard Medical School (Boston, USA) und dem Baylor College of Medicine (Houston, USA). Er promovierte im Jahr 1998 über die Pathogenese der Atherosklerose an der Medizinischen Fakultät in Mainz. Auf seine Weiterbildung zum Facharzt für Chirurgie folgte eine Weiterbildung und Spezialisierung in der Gefäßchirurgie. Von 2008 bis 2009 absolvierte der Mediziner einen DFG-geförderten Forschungsaufenthalt an der Columbia University in New York. Ende 2008 habilitierte er und erhielt die venia legendi für das Fach Gefäßchirurgie. Nach seiner Rückkehr im Jahr 2009 übernahm Professor Dorweiler Anfang 2010 die Leitung der Abteilung für Gefäßchirurgie an der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie der Universitätsmedizin Mainz. Im Jahr 2015 folgten die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor sowie zum stellvertretenden Klinikdirektor.

Zu den wichtigsten Schwerpunkten von Professor Dorweiler gehören die Therapie von komplexen Aortenerkrankungen und individualisierte biologische Rekonstruktionsverfahren. Dabei setzt er vor allem auch auf die digitale Weiterentwicklung der Chirurgie, die er aktiv vorantreibt.


Professor Dr. Sascha Köpke, bisher Universität zu Lübeck, hat die W3-Professur für klinische Pflegewissenschaft und die Leitung des neu gegründeten Instituts für Pflegewissenschaft angetreten. Gleichzeitig leitet er den dualen BSc-Studiengang »Klinische Pflege« an der Medizinischen Fakultät. Nach einer Ausbildung zum Krankenpfleger und langjähriger Berufstätigkeit in Hamburg und Glasgow studierte und promovierte Köpke am Institut für Gesundheitswissenschaften an der Universität Hamburg. 2011 nahm er einen Ruf auf eine W2-Professur für »Forschung und Lehre in der Pflege« an der Universität zu Lübeck an, wo er den dualen BSc-Studiengang »Pflege« und den MSc-Studiengang »Gesundheits-und Versorgungswissenschaften« aufbaute und leitete. Generelles Ziel seiner Tätigkeit ist die Professionalisierung und Evidenz-Basierung pflegerischen Handelns. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der klinischen Pflegeforschung, also der Entwicklung, Evaluation und Implementierung von Interventionen zur Optimierung der Versorgung Pflegebedürftiger, in der Entwicklung und Evaluation von Modellen zur interprofessionellen Zusammenarbeit sowie zu »Evidenz-basierter Patientinnen- und Patienteninformation« und »Shared Decision Making«. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Evidenzsynthese, zum Beipsiel in Form von Cochrane Reviews, HTA-Berichten und Praxisleitlinien.


Professor Dr. Holger Winkels ist dem Ruf auf die Neven-DuMont-Stiftungsprofessur für experimentelle Kardiologie des Alterns an der Medizinischen Fakultät und der Klinik für Innere Medizin III/Kardiologie im Herzzentrum der Uniklinik Köln gefolgt.

Professor Winkels studierte bis 2011 Biologie an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Seine Promotion erlangte er 2017 am Institut für Epidemiologie und Prophylaxe der Kreislauferkrankungen der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zeitgleich arbeitete er als Gastwissenschaftler im Akademischen Medizinischen Krankenhaus (AMC) in Amsterdam. Bereits 2016 zog der Biologie für einen Forschungsaufenthalt am La Jolla Institut für Immunologie in San Diego in die USA. Der Forschungsaufenthalt wurde ab 2018 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.

Winkels‘ wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf den Immunmechanismen der Atherosklerose, der Grundlage von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Spezialisiert hat er sich dabei auf die Aktivierung von T-Zellen, einem Teil des erworbenen Immunsystems. Der Forscher hat gezeigt, dass diese Zellen bei Gesunden regulierend und bei Atherosklerose pro-entzündlich funktionieren. Auf diesen Erkenntnissen basieren Forschungen zu einer neuen impfbasierten Therapiestrategie. Gegenstand seiner zukünftigen Forschung ist unter anderem die Untersuchung dieser Immunzellen mit speziellem Blick auf Kinder mit erhöhtem Erkrankungsrisiko. Die Informationen sollen helfen, den richtigen Zeitpunkt für eine potentielle Impfung zu finden. Weiterhin ist Professor Winkels Teilprojektleiter im Transregionalen Sonderforschungsbereich 259 zu Aortenerkrankungen.


Dr. Julia Weitbrecht, bisher Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, ist zur Professorin für Ältere deutsche Sprache und Literatur mit Schwerpunkt Literatur des Früh- und Hochmittelalters im europäischen Kontext ernannt worden. Zuvor war sie als Juniorprofessorin für Deutsche Literatur des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin, der Universität Göttingen sowie der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. Ihre Promotion schloss sie 2009 mit einer Arbeit zu Legenden und Jenseitsreisen der Spätantike und des Mittelalters ab, die im Rahmen des Berliner Sonderforschungsbereichs 644 »Transformationen der Antike« entstand. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich religiöse Textkulturen des Mittelalters (Hagiographie, Jenseitsvisionen, Legendensammlungen), Mensch-Tier-Relationen in historischer Perspektive (Tierfabel und -epik) sowie der Antikenrezeption.


Professorin Dr. Sabine Eming, Dermatologin und Mitglied der Medizinischen Fakultät, hat zusätzlich die Doppelmitgliedschaft in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät erhalten. Professorin Eming studierte Medizin an der Universität zu Köln, der University of California, San Diego, USA, und der Harvard Medical School. Sie war Doktorandin in der Abteilung für Immunologie, Scripps Research Institute und Postdoktorandin am MGH, Harvard Medical School. Ihre Facharztausbildung absolvierte sie in der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Uniklinik Köln. 2004 erhielt sie die Habilitation an der Universität zu Köln und folgte 2009 einem Ruf auf eine Professur für Geweberegeneration und Reparatur an der Dermatologischen Klinik, Universität zu Köln.

Derzeit ist sie als Leitende Oberärztin der Klinik und Leiterin des Interdisziplinären Wundzentrums tätig. Professorin Eming ist Projektleiterin im Exzellenzcluster CECAD, CMMC, mehreren SFBs und FORs, Initiatorin und Leiterin klinischer Studien. Die international sichtbaren Forschungsschwerpunkte von Professorin Eming umfassen die molekularen Grundlagen der Geweberegeneration, Entzündungsmechanismen und ihre Translation in die klinische Anwendung. Die doppelte Mitgliedschaft in beiden Fakultäten eröffnet neue Perspektiven für die Weiterentwicklung Fakultäten überbrückender Kompetenz und die Einrichtung einer interdisziplinären Arbeitsgruppe »Translationale Geweberegeneration: vom Modellorganismus zur Therapie«.


Dr. Ulrich Löhnert (Jahrgang 1972), seit 2006 am Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln, wurde zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Nach seiner Promotion in Meteorologie im Jahre 2003 an der Universität Bonn, verbrachtet er von 2004-2006 eine Zeit als Hochassistent an der LMU in München. Im Jahre 2012 habilitierte er mit dem Thema "Bodengebundene Fernerkundung für Wetterforschung und Vorhersage" an der Universität zu Köln.

Herr Dr. Löhnert leitet das Wolkenobservatorium JOYCE ("Jülich Observatory for Cloud Evolution" - www.joyce.cloud) am Forschungszentrum Jülich. In enger Kooperation mit dem Forschungszentrum und der Universität Bonn werden hier Fernerkundungssensoren betrieben um - vom Boden aus - detaillierte Einblicke in die Entstehung, Entwicklung und das Vergehen von Wolken und Niederschlag zu gewinnen. Diese Erkenntnisse dienen sowohl dem Prozessverständnis als auch der Evaluierung und Anpassung von Wettermodellen.


Professor Dr. Tony Reimann

Professor Dr. Tony Reimann, bisher Universität Wageningen (NL), ist zum W3-Professor für Physische Geographie ernannt worden. Er leitet im Geographischen Institut die Arbeitsgruppe für Geomorphologie & Geochronologie. In seiner Forschung beschäftigt sich der Wissenschaftler mit der Entwicklung Lumineszenz-basierter Methoden zur Altersbestimmung von Sedimenten und der Quantifizierung von Boden- und Landschaftsprozessen. Sein Ziel ist es, Prozesszusammenhänge in Sediment-, Boden- und Landschaftssystemen besser zu verstehen, um deren Dynamik im Zuge des globalen Umweltwandels besser vorhersagen zu können. Professor Reimann ist das Kölner Lumineszenzlabor (CLL) zugeordnet.


Professor Dr. Johannes Vogt

Professor Dr. Johannes Vogt, bisher Philipps-Universität Marburg, ist zum W3-Professor für Anatomie und Neuroanatomie ernannt worden. Zuvor war er W3-Professor für Anatomie und Zellbiologie an der Philipps-Universität Marburg. Vogt studierte Humanmedizin an der Goethe-Universität Frankfurt und promovierte nach seiner Approbation (2001) im Jahre 2003 im Institut für Experimentelle Neurologie der Charité Berlin. Nach einem Forschungsaufenthalt in den Niederlanden (Marie-Curie Stipendium) forschte er anschließend am Institut für Zell und Neurobiologie der Charité. 2010 wechselte Vogt in die Universitätsmedizin Mainz, wo er 2011 die Anerkennung als Facharzt für Anatomie erlangte und sich 2017 habilitierte. Im Jahre 2019 nahm er einen Ruf an die Philipps-Universität Marburg an. Professor Vogt erforscht die Steuerung exzitatorischer Synapsen durch bioaktive Phospholipide. In diesem Rahmen konnte er zeigen, dass diese Steuerung metabolischen Einflüssen unterliegt. Darüber hinaus konnte die Gruppe um Vogt zeigen, dass eine Störung der Lipidsignalwege an der Synapse bei psychiatrischen Erkrankungen von Bedeutung ist und der Eingriff in diesen Signalweg einen neuartigen therapeutischen Ansatzpunkt bietet.