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Auszeichnungen und Ehrenämter

Professorin Dr. Rita Schmutzler

Professorin Dr. Rita Schmutzler, Direktorin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs an der Uniklinik Köln, ist am 31. Mai 2021 in Düsseldorf mit dem Innovationspreis 2021 des Landes Nordrhein-Westfalen in der Kategorie Innovation ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Rita Schmutzler forscht in der gynäkologischen Onkologie und ist eine international ausgewiesene Pionierin auf dem Gebiet der risiko-adaptierten Krebsprävention. Professorin Schmutzler hat bei Frauen, die familiär vorbelastet sind und die dadurch ein erhöhtes Krebsrisiko tragen, relevante Risikogene für die Erkrankung mit Brust- und Eierstockkrebs identifiziert und ein klinisches Versorgungskonzept erarbeitet. Das Versorgungskonzept beinhaltet eine umfassende Beratung von Familien, in denen bereits Fälle von Brustkrebs und/oder Eierstockkrebs aufgetreten sind, eine Genanalyse aller derzeit bekannten Risikogene (TruRisk® Genpanel-Analyse), eine auf allen bekannten Risikofaktoren beruhende individuelle Risikokalkulation sowie die Durchführung zielgenauer Maßnahmen zur Prävention. Als Koordinatorin des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs – einem deutschlandweiten Verbund von 23 universitären Zentren – hat sich Rita Schmutzler erfolgreich dafür eingesetzt, dass sich die risikoadaptierte Prävention bei diesen Krebserkrankungen als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherungen etabliert hat: Für die Versorgung von Patientinnen bedeutet das einen Meilenstein, da dadurch die Heilungschancen deutlich verbessert werden bzw. der Krebs sogar verhindert werden kann.

 


Prof. Dr. Dr. h.c. Barbara Dauner-Lieb, Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht und Europäische Privatrechtsentwicklung, wurde dieses Jahr vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz verliehen. Mit dem von Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen am 31.05.2021 ausgehändigten Verdienstkreuz 1. Klasse wird ihr herausragender Einsatz für eine zukunftsgerichtete und tragfähige Weiterentwicklung der Juristenausbildung anerkannt und gewürdigt.

Seit Jahrzehnten engagiert sich Frau Professor Dauner-Lieb für eine wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praxisorientierte universitäre Ausbildung, die den juristischen Nachwuchs für die Herausforderungen der Zukunft wappnet. Als Programmbeauftragte der Deutsch-Französischen Studiengänge Rechtswissenschaft der Universität zu Köln und der Paris I Phantéon-Sorbonne sowie Gründerin und langjährige Leiterin des Kompetenzzentrums für juristisches Lehren und Lernen und des Projekts „Recht Aktiv“ hat sie sich intensiv der juristischen Fachdidaktik gewidmet. Zusätzlich hat sie stets zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten zugunsten von Studierenden übernommen. Auch die Gleichstellung von weiblichen und männlichen Studierenden ist ihr ein Anliegen.

Für ihr Engagement und ihre innovativen Lehrkonzepte und Impulse wurde Frau Professor Dauner-Lieb bereits mehrfach, insbesondere 2019 mit dem nordrhein-westfälischen Lehrpreis, geehrt.


Die İstanbul Altınbaş Universität, eine nichtstaatliche Stiftungsuniversität, hat Professor Dr. Heinz-Peter Mansel, Direktor des Instituts für internationales und ausländisches Privatrecht der Universität zu Köln, den Grad eines Dr. h.c. verliehen. Mit der Ehrenpromotion wird sein Engagement im deutsch-türkischen Hochschul- und Rechtswissenschaftsdialog gewürdigt.


Professorin Dr. Claudia Loebbecke, Direktorin des Seminars für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Medien- und Technologiemanagement, wurde vom Rundfunkrat des WDR in öffentlicher Sitzung als neues Mitglied des WDR-Verwaltungsrats gewählt. Seit Dezember 2016 gehörte sie dem WDR-Rundfunkrat als stellvertretendes Mitglied an. Mit der Wahl zum Verwaltungsrat schied sie aus dem Rundfunkrat aus. Professorin Loebbecke ist darüber hinaus wissenschaftliche Beirätin im Projekt Kompetenzplattform KI.NRW des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie sowie des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, geleitet durch das Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme.


Professor Dr. Werner Reinartz, Inhaber des Lehrstuhls für Handel und Kundenmanagement, erhält zusammen mit seinem Kollegen Wolfgang Ulaga (INSEAD) den angesehenen ISBM-David T-Wilson-Sheth Foundation Award 2021.


Professorin Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Angelika Nußberger, M.A., ist zum Mitglied des Brexit-Schieds-Panels der EU ernannt worden. Mit Beschluss vom 30. Dezember 2020 des Gemeinsamen Ausschusses, der zum 1. Januar 2021 in Kraft getreten ist, wird Professorin Nußberger als eine von fünf Vorsitzenden, die bereit und in der Lage sind, Vorsitzende eines Schiedspanels im Rahmen des Austrittsabkommens zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU zu werden, gelistet. Ein Schiedspanel kann vom Vereinigten Königreich sowie von der EU bei Streitigkeiten über die Auslegung und Anwendung der Bestimmungen des Austrittsabkommens einberufen werden. Ein Schiedspanel setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen, wobei jeweils zwei Mitglieder vom Vereinigten Königreich und zwei Mitglieder von der EU benannt werden. Die vier Mitglieder des Panels wählen daraufhin einen der fünf Vorsitzenden zum Vorsitzenden bzw. zur Vorsitzenden des Schiedspanels.


Professor Dr. Stephan Baldus, Direktor der Kardiologie im Herzzentrum der Uniklinik Köln, ist der neue Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Während seiner zweijährigen Amtszeit möchte sich Professor Baldus besonders der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der kardiologischen Klinik und Forschung widmen, Konzepte zur Förderung des Frauenanteils in Leitungsfunktionen der Herz-Kreislauf-Medizin erarbeiten, die Aktivitäten der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen in der DGK unterstützen und den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern suchen, um die Belange der Herzpatienten in Deutschland in den Fokus gesundheitspolitischer Bemühungen zu rücken.


Dr. Henning Grüll, Assistenzarzt am Institut für Virologie, und Dr. Dr. Philipp Schommers, Assistenzarzt an der Klinik I für Innere Medizin, sind auf dem Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress mit gleich zwei Preisen ausgezeichnet worden. Für ihre wegweisende Forschung zur Antikörper-Therapie der HIV-Infektion wurden sie gemeinsam mit dem Deutschen AIDS-Preis der Deutschen AIDS-Gesellschaft sowie dem HIV/AIDS-Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie geehrt. Beide Wissenschaftspreise zählen zu den bedeutendsten Auszeichnungen für HIV-Forschung im deutschsprachigen Raum und werden für herausragende Arbeiten verliehen, die wesentliche Erkenntnisse für das Verständnis und die Behandlung der HIV-Infektion erbringen.


Professor Dr. Jochen Hinkelbein, Geschäftsführender Oberarzt in der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin an der Uniklinik Köln, ist auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der International Society of Travel Medicine (ISTM) mit dem Research Award 2020-2021 ausgezeichnet worden. Er erhält den mit 11.500 USD dotierten Preis für ein molekularmedizinisches Projekt an der Uniklinik Köln zur Identifikation von Signalkaskaden und Proteinveränderungen bei Menschen nach einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff (Hypoxie) in unterschiedlicher Höhe.


Professor Dr. Michael Becker-Mrotzek, Direktor des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, wurde von der Kultusministerkonferenz (KMK) in die unabhängige Ständige wissenschaftliche Kommission berufen. Die Kommission der KMK besteht aus zwölf zu berufenden und vier ständigen Mitgliedern. Aufgabe des Gremiums ist es, die Länder in Fragen der Weiterentwicklung des Bildungswesens und des Umgangs mit seinen Herausforderungen zu beraten.


Juniorprofessorin Dr. Bettina M. Bock, Institut für deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln, wird mit dem Maria-Weber-Grant 2021 der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. Bock forscht zu Inklusion und Exklusion durch Sprache. Eine ihrer Fragen ist, wie sprachliche Normen und »Sprachideologien« in der Schule, wie sie etwa in Lehrbüchern, Lehrplänen und bildungspolitischen Dokumenten oder in der Unterrichtsinteraktion zum Ausdruck kommen, die Partizipation von Lernenden erschweren oder begünstigen können. Mit der Förderung in Höhe von 40.000 Euro soll für ein bis zwei Semester eine Teilvertretung für die bestehenden Lehrverpflichtungen finanziert werden, um zeitliche Freiräume für die Forschungsarbeit gewinnen und die Chancen auf eine dauerhafte Karriere im Wissenschaftsbetrieb verbessern zu können.


Professorin Dr. Susanne Crewell, Forschungsgruppenleiterin am Institut für Geophysik und Meteorologie sowie Gründungsdirektorin des Zentrums für Erdsystembeobachtung und rechnergestützte Analyse (CESOC), wurde zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Sektion Geowissenschaften, gewählt. Professorin Crewell wurde außerdem zum Mitglied des wissenschaftlichen Beirates im Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik e.V. an der Universität Rostock berufen. Sie wurde zudem zum Mitglied für den Auswahlausschuss für Humboldt-Forschungsstipendien ernannt.


Am 06. März 2021 verlieh der MNU-Bundesverband den Archimedes-Preis an Prof. Dr. André Bresges für sein vielfältiges und beispielhaftes Engagement für den Physik-Unterricht! Ein Laudatio-Extrakt: Seine Arbeit für die Inklusion im Schüler*innen- und Lehrbereich verdienen große Anerkennung, die digitale Erreichbarkeit und Umsetzung seiner Lehre und Forschung sowie die seines Teams sind herausragend.


Professorin Dr. Melanie Schmidt, Department Mathematik/Informatik, wurde mit ihrem Projekt »Approximationsalgorithmen für geometrische Datenanalyse und ihre Anwendbarkeit« von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in das Emmy-Noether-Programm aufgenommen.