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Auszeichnungen und Ehrenämter

Professor Dr. Christian von Coelln wurde von der Ministerpräsidentenkonferenz in in die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) berufen. Der Inhaber des Lehrstuhls für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Wissenschaftsrecht und Medienrecht ist dort einer von sechs Sachverständigen des Rundfunks- und des Wirtschafts- rechts, die gemeinsam mit sechs Direktoren von Landesmedienanstalten die KEK bilden. Diese ist zuständig für die Sicherung von Meinungsvielfalt in Zusammenhang mit der bundesweiten Veranstaltung von Fernsehprogrammen. In diesem Rahmen prüft sie, ob Unternehmen durch die Erteilung von Fernsehzulassungen oder durch die Veränderung von Beteiligungsverhältnissen vorherrschende Meinungsmacht erlangt.


Professor Dr. Dr. h.c. Heinz-Peter Mansel, Direktor des Instituts für internationales und ausländisches Privatrecht und Prorektor für Internationales (Anfang 2018 bis Ende 2020), wurde von der Alexander von Humboldt- Stiftung mit der Werner-Heisenberg-Medaille ausgezeichnet. Er erhielt diese Würdigung »in Anerkennung seiner Verdienste in der Förderung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit«. Die Alexander von Humboldt-Stiftung mit Sitz in Bonn ist eine gemeinnützige Stiftung der Bundesrepublik Deutschland zur Förderung von Wissenschaftskooperationen zwischen exzellenten internationalen und deutschen Forschenden. Die Werner-Heisenberg-Medaille ist nach dem bedeutenden Physiker und Nobelpreisträger benannt, der von 1953 bis 1975 Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung war.


Professorin Dr. Christiane Bruns, Direktorin der Allgemein-, Viszeral-, Tumor- und Transplantationschirurgie der Uniklinik Köln, war als herausragende Persönlichkeit der internationalen chirurgischen Fachgesellschaft eingeladen, im Rahmen des »Corinne and Maurice (Hank) Greenberg International Visiting Professor«-Programms des NewYork-Presbyterian Hospital des Weill Cornell Medical College einen Fachvortrag zu halten und sich mit den chirurgischen Kolleg:innen in New York auszutauschen. Zuvor hatte sie im Rahmen des Jahreskongresses der American Surgical Association (ASA) in Chicago aufgrund ihrer herausragenden klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten als akademische Chirurgin im Bereich der onkologischen Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenchirurgie die Ehrenmitgliedschaft der ASA erhalten. In ihrem Vortrag in New York sprach sie darüber, wie wichtig es für die Routineversorgung von Patient:innen mit Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs ist, dass entsprechend klinisch relevanter Fragestellungen wissenschaftliche Forschungsergebnisse zügig in die Klinik umgesetzt werden. Auch betonte sie, dass dies nur durch fach- übergreifende akademische Aus- und Weiterbildung des Nachwuchses umsetzbar sei.


Dr. Ann-Kristin Folkerts

Dr. Ann-Kristin Folkerts, Stellvertretende Leiterin der Abteilung Medizinische Psychologie | Neuropsychologie und Gender Studies an der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät, ist in Potsdam mit dem Innovationspreis 2022 der Parkinson Stiftung in der Kategorie Versorgungsforschung ausgezeichnet worden. Die Gerontologin erhält den mit 50.000 Euro dotierten Preis als Förderung für eine geplante Studie zum besseren Umgang mit Ängsten bei Patient:innen vor dem Fortschreiten der Krankheit bei Morbus Parkinson.

Bisherige Studien zeigen, dass Patient:innen mit Morbus Parkinson vermehrt unter Krankheitssorgen leiden, die bei vielen ein dysfunktionales und damit behandlungsbedürftiges Ausmaß annehmen können. Allerdings liegen bisher, anders als für andere chronische Erkrankungen, keine Studien vor, die die Wirksamkeit eines spezifisch auf die Bedürfnisse der Parkinson-Betroffenen ausgerichtetes Interventionsprogramm zum verbesserten Umgang mit Zukunftssorgen untersuchen.

Die Studie adaptiert ein bestehendes kognitiv-verhaltenstherapeutisches Behandlungsprogramm, welches bereits für den Einsatz bei Krebs- und Arthritis-Patient:innen evaluiert wurde, gemeinsam mit der Zielgruppe. Anschließend erfolgt eine Wirksamkeitsüberprüfung im Rahmen einer quasi-randomisierten kontrollierten Studie in Kooperation mit dem Neurologischen Rehabilitationszentrum Godeshöhe e.V. in Bonn.

Der Innovationspreis der Parkinson Stiftung prämiert wissenschaftlich fundierte Konzepte mit einem hohen Potenzial, in den kommenden zehn Jahren bahnbrechende Fortschritte in Richtung einer Verzögerung oder Heilung der Parkinson-Krankheit oder deren verbesserter individueller oder struktureller Versorgung zu bewirken.


Privatdozentin Dr. Simona Schlereth

Privatdozentin Dr. Simona Schlereth, Clinician Scientist am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln und Mitglied der DFG-Forschungsgruppe 2240 »(Lymph)angiogenese und zelluläre Immunität bei entzündlichen Augenerkrankungen«, hat für ihr Projekt »Stärkung der antitumoralen Immunantwort von dendritischen Zellen gegen das konjunktivale Melanom« den Wissenschaftspreis 2022 der Rheinisch-Westfälischen Augenärzte in Höhe von 10.000 Euro erhalten.

Mit ihrem Projekt möchte die Wissenschaftlerin die antitumorale Immunantwort von dendritischen Zellen gegen das konjunktivale Melanom untersuchen und im zweiten Schritt therapeutisch stärken. Die konjunktivalen Melanome werden mit den klassischen Therapien mit Kryo- oder Chemotherapie nach Exzision behandelt und sind mit relativ hohen Rezidivraten verbunden. In verwandten Melanomen, wie dem Hautmelanom, konnten durch immunmodulierende patientenspezifische Therapien deutliche Verbesserungen gezeigt werden. Immunantworten gegen das konjunktivale Melanom sind, anders als in der Haut, am Auge kaum untersucht. Aus diesem Grund besteht in diesem Bereich noch großer Forschungsbedarf, um langfristig die Therapien für die Augenpatienten zu verbessern.


Maria Leptin als ausländisches Mitglied der Royal Society gewählt - Die Biologin und Immunologin Professorin Dr. Maria Leptin gehört zu den mehr als 60 Wissenschaftler:innen aus aller Welt, die zu Fellows und ausländischen Mitgliedern der britischen Royal Society gewählt wurden. Leptin ist derzeit Präsidentin des Europäischen Forschungsrats. Außerdem ist sie Leiterin einer Forschungsgruppe am Institut für Genetik der Universität Köln. Sie wurde von der Royal Society aufgrund ihrer Führungsrolle in der europäischen Wissenschaft und ihren Forschungsbeiträgen auf den Gebieten Immunität und Genetik ausgewählt.

Die 51 Fellows und 10 ausländischen Mitglieder sowie ein Honorary Fellow wurden für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen geehrt. Ihre Arbeiten erstrecken sich über verschiedene Disziplinen – von künstlicher Intelligenz und der besseren Erkennung von Schlaganfällen über die Entwicklung neuer Technologien zur verbesserten Energiespeicherung bis hin zur Erweiterung unseres Verständnisses der genetischen Krebsrisikofaktoren in außereuropäischen Bevölkerungsgruppen. Viele der diesjährigen Preisträger:innen haben nicht nur Spitzenleistungen in der Forschung erbracht, sondern auch herausragende Beiträge in Industrie, Politik und Hochschullehre geleistet.

Die diesjährigen Fellows und ausländischen Mitglieder reihen sich ein in eine Reihe von Mitgliedern wie Stephen Hawking, Isaac Newton, Charles Darwin, Albert Einstein, Lise Meitner, Subrahmanyan Chandrasekhar und Dorothy Hodgkin.

Maria Leptin wurde 1994 Professorin am Institut für Genetik und leitet dort auch jetzt noch eine Forschungsgruppe. Außerdem war sie Gastdozentin an der École Normale Supérieure in Paris (2001) und Gastforscherin am Wellcome Trust Sanger Institute (2004–2005). 2010 wurde sie Direktorin der EMBO. Seit 1998 ist sie Mitglied der Academia Europaea. Außerdem wurde Frau Leptin 1996 als Mitglied der EMBO und 2018 zum Ehrenmitglied der britischen Academy of Medical Sciences ernannt. Im Mai 2016 wurde sie zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.

Die Royal Society ist eine Gemeinschaft vieler der bedeutendsten Wissenschaftler:innen der Welt und ist die älteste wissenschaftliche Akademie, die ununterbrochen besteht. 23,5 Prozent der diesjährigen Fellows und ausländischen Mitglieder sind Frauen.


Professor Andreas Eckart, Astrophysik, hat am 1. Juni 2022 die Ernst-Mach-Ehrenmedaille der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik für sein Lebenswerk erhalten. Der Preis, der die höchste Anerkennung Tschechiens für wissenschaftliche Leistungen in der Physik darstellt, wurden Prof. Eckart feierlich bei einer Veranstaltung in der Sternwarte in Brno, organisiert in Zusammenarbeit mit der Masaryk-Universität, von Akademiepräsidentin Prof. Dr. Eva Zažímalová überreicht.

Prof. Eckart hat von 1980 an im Rahmen seiner Diplomarbeit und anschließender Promotion im Bereich „Very Long Baseline Interferometry“ (VLBI) am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) gearbeitet. Er promovierte im Jahre 1984 an der Universität Münster und wurde im gleichen Jahr mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet. Nach wissenschaftlichen Aufenthalten am MPIfR in Bonn, als Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am Steward-Observatorium in Tucson (USA) und schließlich am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching trat er im Jahr 2000 eine Professur für Physik an der Universität zu Köln an. 

Neben bedeutsamen Beiträgen zu Nahinfrarotinstrumenten wie SHARP  oder GRAVITY für Teleskope des European Southern Observatory hat Prof. Eckart die ersten räumlich hochaufgelösten Nahinfrarotbeobachtungen der Sterne in unmittelbarer Nähe zum super-massereichen schwarzen Loch Sagittarius A* (Sgr A*) im Zentrum unserer Galaxie durchgeführt. Ebenfalls wies er im Jahr 2002 zum ersten Mal nach, dass der Hochgeschwindigkeitsstern S2 gravitativ an Sgr A* gebunden ist. In den letzten zwei Jahrzehnten machte Prof. Eckart zudem wichtige Beiträge zum Verständnis der Akkretionsvorgänge in unmittelbarer Nähe des Schwarze Lochs mit u.a. der ersten simultanen Beobachtung eines Aufleuchtens von Sgr A* im Röntgen- und Intrarotwellenlängenbereich.

Prof. Eckhart ist auch auswärtiges Mitglied des Max-Planck-Institutes für Radioastronomie in Bonn.

Die nach Ernst Mach benannte Auszeichnung wird durch die Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik seit 1996 verliehen.
(Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie)