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Auszeichnungen und Ehrenämter

Dr. Ann-Kristin Folkerts, Gerontologin in der Abteilung Medizinische Psychologie | Neuropsychologie & Gender Studies der Uniklinik Köln, wurde als Nachwuchswissenschaftlerin ausgewählt, an der diesjährigen Nobelpreisträger-Tagung in Lindau teilzunehmen. Die Wissenschaftskonferenz hat das Ziel, Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger mit Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen aus der ganzen Welt zusammen zu bringen, um den wissenschaftlichen Austausch über Generationen, Kulturen und Disziplinen hinweg zu fördern. Vierzig Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger sowie sechshundert junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aller naturwissenschaftlichen Disziplinen werden sich online zu aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen austauschen. Die reale Tagung soll im kommenden Jahr vom 27. Juni bis 2. Juli nachgeholt werden.

Dr. Ann-Kristin Folkerts ist Demenzforscherin. Sie promovierte über »Kognitive Interventionen zur Therapie kognitiver Störungen bei Patient*innen mit neurodegenerativen Erkrankungen« im Rahmen des Interdisziplinären Promotionsstudiengangs »Health Sciences« (IPHS) an der Medizinischen Fakultät. Das Forschungsgebiet von Folkerts umfasst nicht-pharmakologische Interventionen zur Prävention und Therapie von kognitiven und affektiven Störungen bei gesunden Älteren sowie Menschen mit (leichten) kognitiven Störungen und demenziellen Erkrankungen wie bei der Alzheimerschen Erkrankung, Morbus Parkinson und Hirntumoren.


Professor Dr. Thorsten Hoppe, Institut für Genetik und Exzellenzcluster für Alternsforschung (CECAD), wurde als neues Mitglied in die Europäische Organisation für Molekularbiologie (EMBO) aufgenommen.
Professor Hoppe erhält die Auszeichnung unter anderem für seine Pionierarbeiten zum Verständnis der molekularen Mechanismen der Proteinhomöostase, die für altersbedingte Erkrankungen von Bedeutung sind. Hoppe veröffentlichte eine der ersten Publikationen über die Ubiquitin-abhängige Regulation des Alterungsprozesses.


Professorin Dr. Frauke Kraas, Geographisches Institut, wurde als Mitglied des Senatsausschusses für die Sonderforschungsbereiche und des Bewilligungsausschusses für die Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bestätigt.


Juniorprofessorin Dr. Maike Schindler, Department Heilpädagogik und Rehabilitation, ist gemeinsam mit einem internationalen Team »Emerging Field Group (EFG) Winner 2020« geworden. EFGs sind Teams von internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die innovative, explorative und neue Forschungsansätze weiterentwickeln. Sie werden von der European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI) und der Jacobs Foundation gefördert. Das internationale Team erhielt für sein Eye-Tracking-Projekt »Eye Tale« eine Förderung in Höhe von 25.000 Euro. Beim Eye Tracking werden die Blickbewegungen von Lernenden aufgezeichnet. Im Projekt »Eye Tale« wird das Eye Tracking im Schulunterricht genutzt und hierfür weiterentwickelt. Dies gibt den Forschern und Forscherinnen Aufschlüsse über die Lernprozesse und das Lernverhalten von Schülerinnen und Schülern im Unterricht.


Professor Dr. Andreas Speer, Thomas-Institut, wurde auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am 1. Juli 2020 als neues Mitglied in den Senat der DFG gewählt. Er wird den Platz für Kunstgeschichte und Philosophie übernehmen.


Professorin Dr. Stephanie Stock, Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE), ist für ein Versorgungsforschungsprojekt zu Entscheidungshilfen für Frauen mit bei familiärem Krebsrisiko mit dem Florence-Nightingale-Preis 2020 ausgezeichnet worden. Der Preis wird von der Deutschen Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS) verliehen und würdigt Arbeiten, die sich mit der Verbesserung von Gesundheitsvorsorge, Krankenversorgung und Lebensqualität von Frauen mit Brusterkrankungen beschäftigen. Die prämierte Arbeit, die in enger Kooperation mit dem Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Uniklinik Köln (Direktorin: Professorin Dr. Rita Schmutzler) realisiert wurde, trägt den Titel »Evidenzbasierte, nach den internationalen IPDAS Kriterien entwickelte Entscheidungshilfe unterstützt BRCA1/2-Mutationsträgerinnen bei präferenzsensiblen Entscheidungen«. Gefördert wird das Projekt vom Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW).

Das Projekt umfasste zwei erstmals für Deutschland entwickelte Entscheidungshilfen für Frauen, die wegen einer Mutation im BRCA1- oder BRCA2-Gen ein hohes Risiko haben, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Eine Version richtet sich an BRCA1/2-Mutationsträgerinnen, die bisher nicht an Krebs erkrankt sind (Ratsuchende), die andere geht auf die Situation derer ein, die bereits einmal von Krebs betroffen waren (Patientinnen). Rund 25 Prozent aller familiär gehäuften Brustkrebsfälle sind durch eine BRCA1- oder BRCA2-Mutation bedingt. Die offizielle Ehrung und Preisverleihung findet auf der 40. Jahrestagung der DGS im kommenden Jahr statt.


Professor Dr. Marc Oliver Bettzüge, Direktor des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) und Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, Energie und Nachhaltigkeit, wird Mitglied des unabhängigen Expertenrats für Klimafragen. Das Bundeskabinett hat ihn am 12. August 2020 mit vier weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für eine Amtszeit von fünf Jahren in den neuen Expertenrat für Klimafragen berufen. Das auf Grundlage des Bundes-Klimaschutzgesetzes eingesetzte Gremium wird jährlich die Emissionsdaten prüfen und bewerten. Darüber hinaus soll der Expertenrat zu bestimmten Maßnahmenpaketen der Bundesregierung sowie zu wichtigen Einzelfragen der nationalen Klimapolitik Stellung beziehen.
Bettzüge will in dieser Funktion dazu beitragen, die entsprechenden Entwicklungen in den gesamtwirtschaftlichen Kontext und in die jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen einzuordnen, um die vielfältigen Wechselwirkungen – insbesondere bei möglichen Zielverfehlungen – zu erläutern.