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Sammlungen der ehemaligen Kölner Jesuiten um 1800: Neue digitale Zugänge zu verstreuten Sammlungsobjekten

Kooperationsprojekt wird durch den Landschaftsverband Rheinland gefördert

Zur diesjährigen LVR-MAI(Museums and the Internet)-Tagung in Bonn werden am 18.Mai 2022 die Ergebnisse eines Kooperationsprojektes zwischen dem Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit von Professorin Dr. Gudrun Gersmann an der Universität zu Köln, dem Rheinischen Bildarchiv Köln und dem Museumsdienst Köln präsentiert. Die drei Projektpartner haben 2020 und 2021 verschiedene digitale Zugänge zu den heute physisch verstreuten Jesuitensammlungen entwickelt, um das Erbe der Kölner Jesuiten wieder in ihrem historischen Sammlungszusammenhang verstehen und auch an ein allgemeines Publikum vermitteln zu können.

Nach Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1773 wurden die umfangreichen Kunst-, Bücher und Objektsammlungen während der französischen Herrschaft im Rheinland vielfach zerstreut. Sie befinden sich heute unter anderem im Pariser Louvre, im Kölner Wallraf-Richartz-Museum, im Kölner Stadtmuseum oder in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln. Die Sammlung beinhaltete Zeichnungen, Druckgrafiken, Porträts, Bücher und naturwissenschaftliche Objekte zu Lehr- und Ausbildungszwecken. Eigentümer des in Köln verbliebenen jesuitischen Schulvermögens ist seit 1800 der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds.

Das vom Landschaftsverband Rheinland geförderte Kooperationsprojekt möchte exemplarisch zeigen, wie der Wissenstransfer in Zusammenarbeit zwischen der Kölner Universität und den Kölner Kulturinstitutionen umgesetzt werden und im Rahmen der digitalen Content-Strategie, die der Museumsdienst Köln mit seinem Angebot unter museen.koeln verfolgt, dem Publikum und der Stadtöffentlichkeit vermittelt werden kann.

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen des Lehrstuhls von Professorin Dr. Gersmann erforschen seit vielen Jahren die Geschichte der Stadt Köln um 1800. Nach dem großen Projekt zu dem Kölner Universalgelehrten Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824), das in der Sonderschau des Wallraf-Richartz-Museums „Wallrafs Erbe. Ein Bürger rettet Köln“ im Jahre 2018 mündete, steht nun das kulturelle Erbe der ehemaligen Kölner Jesuiten im Zentrum eines Wissensvermittlungsprojektes, das der Lehrstuhl in Kooperation mit den genannten städtischen Institutionen organisiert. 

Dem jeweiligen institutionellen Auftrag entsprechend haben die Projektpartner die folgenden Formate entwickelt und miteinander vernetzt:

Lehrstuhl Prof. Gersmann:
Online-Publikation Bilder, Bücher, Lehrobjekte: Die Sammlungen der ehemaligen Kölner Jesuiten (https://jesuiten.mapublishing-lab.uni-koeln.de/),
Kurzvideo (https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=UyQn1u6QA7M&t=1s)
Internet-Präsenz MAP-History (https://map-history.uni-koeln.de/koelner-jesuiten-2/), Beiträge auf blog zeitenblicke (https://fnzkoeln.hypotheses.org/category/jesuiten )

Museumsdienst Köln:
Entwicklung des app-basierten Escape-Spiels „Haus der Rätsel“ (https://de.actionbound.com/bound/haus-der-raetsel-koeln )

Rheinisches Bildarchiv:
Digitale Präsentation des jesuitischen Sammlungszusammenhangs (https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/gallery/encoded/eJzjYBKK5GJLTy1OzC0RclZySi0uScxLUQhPzMkpSkyzUnCvzM1LLM5MzNFVKAWKB5dkppWU5qWn5eelFCsp-AcpeKUWl2aWpOYBDcjNAcpIMTv6uSgxl-RkazEAAIH8HoE*)

 

Inhaltlicher Kontakt:
Pressekontakt Stadt Köln:
Museumsdienst Köln, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Marie-Luise Höfling, 0221/221-22334
Martin Hegel, 0221/221-35761
E-Mail: museenSpamProtectionstadt-koeln.de

Pressekontakt Universität:
Universität zu Köln
Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit
Christine Schmitt, M.A., wissenschaftliche Koordinatorin
E-Mail: christine.schmittSpamProtectionuni-koeln.de

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470 2396
r.hahnSpamProtectionverw.uni-koeln.de