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Veranstaltungen

Soziale Netze und staatliche Akteure

27. Oktober
18.00 Uhr - 20.00 Uhr


Veranstalter:
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln in Kooperation mit dem Grimme Forschungskolleg

Ort:
digital

Information:

Podiumsdiskussion

Internationale Internetkonzerne wie Amazon oder Alphabet bauen Infrastrukturen und Services auf, die man als systemrelevant und essentiell bezeichnen kann. Facebook, ein privates Wirtschaftsunternehmen, schlägt eine eigene Online-Währung vor. Damit etablieren sich Rahmungen und Strukturen, die Öffentlichkeit(en) mit strukturieren. Wo diese Internetkonzerne zugleich konkrete öffentliche Medien wie soziale Netzwerke betreiben, entsteht eine besondere Machtkonkurrenz – mit Folgen für unsere Demokratie und Öffentlichkeit.

Die Podiumsdiskussion geht den Fragen nach, ob inwiefern diese internationalen Unternehmen durch ihre Größe von staatlicher Seite noch sinnvoll zu regulieren sind und bzw. inwiefern sie durch ihre unbestreitbaren Verdienste in der Reduzierung von Friktion  mit staatlichen Akteuren in Konkurrenz treten können.

 


Fragmentierte Öffentlichkeit

Ein Kooperationsprojekt des Grimme Forschungskollegs an der Universität zu Köln.

Der mediale Wandel verbindet sich mit erheblichen Veränderungen der politischen und sozialen Gefüge unserer Gesellschaft, daher stellt sich die Frage: Wie sind Demokratie und Rechtsstaat in einer postdigitalen Gesellschaft möglich - in der Information, Kommunikation und persönliche Entfaltungswege starken Veränderungen unterliegen, ehemals bedeutsame mediale Vermittler*innen an Wichtigkeit verlieren und staatliche Akteur*innen sowie global operierende Wirtschaftsunternehmen gleichermaßen kommunikative Interessen bedienen und verfolgen?

Hoffnungen und zuletzt wohl vor allem Ängste resultieren aus dem Eindruck populistischer Beeinflussungsversuche der Wähler*innen und Bürger*innen, der Einschränkung von Privatsphären und Selbstbestimmungsmöglichkeiten breiter Anteile der Bevölkerung, der Radikalisierung von Ausgrenzung und ungleicher gesellschaftlicher Teilhabe sowie der politischen Konkurrenz zwischen staatlichen Institutionen und kommerziellen Akteur*innen.

Vor diesem Hintergrund wird in thematisch zugeschnittenen Veranstaltungen - Podien und Workshops - über neue Formen von Subjektivität und Bürgertum, zu korrespondierenden Herausforderungen an die Medienbildung sowie zu neuen Theorien der Öffentlichkeit nachgedacht und debattiert. Die Workshops richten sich dabei vor allem an eine interessierte Fachöffentlichkeit, die Podien an die allgemeine Öffentlichkeit und werden für die Ausstrahlung im WDR 3 Radioprogramm aufgezeichnet und so zugänglich gemacht. Ob und in welchem Umfang an den einzelnen Veranstaltungen teilgenommen werden kann, wird jeweils - von Fall zu Fall - an den Pandemieauflagen orientiert.

Weitere Infos und Termine