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Hochwasserkatastrophe: Informationen für Studierende, Lehrende und Beschäftigte

Die enormen Regenfälle der vergangenen Woche haben dazu geführt, dass sich Teile von NRW – auch im unmittelbaren Umkreis von Köln – im Katastrophenzustand befinden. Viele Menschen haben ihr Zuhause, ihr Hab und Gut oder sogar ihre Angehörigen verloren. Auch viele Universitätsmitglieder – Studierende, Lehrende und weitere Mitarbeiter*innen der Universität – sind betroffen: zum Teil besteht in den Wohnungen keine Strom- und/oder Wasserversorgung mehr und es kommt zu Ausfällen der Internetverbindung; in einigen Fällen sind Familienangehörige direkt betroffen; und nicht wenige Studierende engagieren sich bei der Feuerwehr, dem THW oder anderen Hilfseinheiten, deren unermüdlicher Einsatz in diesen Tagen unverzichtbar ist.

Suche/Biete - Schwarzes Brett für Hilfsangebote und Hilfsgesuche von und für Universitätsangehörige(n)

Die Auswirkungen der Hochwasserkatastrophe sollen den Mitarbeiter*innen der Universität und den Studierenden in Ihrem Studium nicht zum Nachteil gereichen. Dies gilt vor allem für die ab dieser Woche beginnende Prüfungsphase.

Hochschulleitung und Fakultäten haben deshalb die folgenden Regelungen beschlossen:

Beschäftigte und Studierende mit Kind(ern), deren Regelkinderbetreuung in Kita, Tagespflege oder OGTS aufgrund der Unwetterkatastrophe nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar war oder ist, können auch aus diesem Grund beim Dual Career & Family Support (CFS) Mittel aus dem Betreuungsfonds beantragen. Zudem haben Hochschulangehörige, insbesondere Studierende, deren Regelkinderbetreuung derzeit bedingt durch die Überflutung geschlossen ist, die Möglichkeit einen kurzfristigen Notfallkitaplatz zu beantragen. Die Notfallbetreuungsplätze sind zeitlich begrenzt auf ein halbes Jahr und dienen als Interimslösung. Bitte wenden Sie sich bei Bedarf an: cfsSpamProtectionverw.uni-koeln.de.

Hinweise für Studierende

  • Für alle Studierende gilt: Bitte nehmen Sie die Prüfungen, die in Kürze anstehen, dann wahr, wenn es für Sie möglich ist.
     
  • Bei allen Prüfungen hat die Freiversuchsregelung, nach der Prüfungen, die nicht bestanden werden, als nicht unternommen gelten, auch in dieser Situation und weiterhin bis zum 30.09.2021 Bestand. Sofern Ihnen eine Prüfungsteilnahme nicht möglich ist, können Sie bis zum Beginn der Prüfung ohne Angabe von Gründen und ohne Verlust eines Prüfungsversuchs von der Prüfung zurücktreten (vgl. § 4 Abs. 3 des Rektoratsbeschlusses vom 22.03.2021). Diese Freiversuchsregelung gilt nicht für Abschlussarbeiten einschließlich Schwerpunktseminare in der ersten Prüfung nach DRiG/JAG NRW sowie für die Äquivalenzprüfungen im Rahmen des Modellstudienganges Humanmedizin.
     
  • Wenn Sie einen individuellen Prüfungstermin (wie zum Beispiel mündliche Prüfungen und Referate) nicht wahrnehmen können, bitten wir Sie, wenn möglich frühestmöglich und vor Beginn der Prüfung Kontakt mit Ihren Prüfenden aufzunehmen. So können Sie ggf. gleich einen Nachholtermin vereinbaren.

    Sollten Sie an einer Klausur nicht teilnehmen können und diese Prüfung nachholen wollen, nutzen Sie bitte einen der späteren, regulären Prüfungstermine, die in der Regel noch in diesem Semester angeboten werden. Wenn Sie bei der Prüfungsanmeldung Schwierigkeiten haben, wenden Sie sich bitte an das zuständige Prüfungsamt.
     
  • In besonders begründeten Einzelfällen, in denen die Verhinderung an einem Prüfungstermin zu einer Verzögerung im Studienablauf führt, werden für die betroffenen Studierenden aufgrund eines Härtefallantrags individuelle Lösungen gefunden, etwa in Form alternativer Prüfungstermine oder -formate. Dies gilt insbesondere für Studierende in der Studienabschlussphase, beim Übergang zwischen Bachelor und Master oder für den Fall der sonstigen Versäumung gesetzlicher Fristen. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen sobald wie möglich und möglichst vor Beginn der Prüfung an das zuständige Prüfungsamt.
     
  • Auch bei Abschlussarbeiten können die jeweiligen Prüfungsausschüsse betroffenen Studierenden auf Antrag angemessene Verlängerungen oder Rücktrittsmöglichkeiten gewähren, so dass Ihnen auch hier keine Nachteile entstehen. Wenn Sie eine Abschlussarbeit aufgrund der Betroffenheit durch die Hochwasserkatastrophe voraussichtlich nicht fristgerecht einreichen können, wenden Sie sich bitte so früh wie möglich an das zuständige Prüfungsamt.
     
  • Die Universität zu Köln verzichtet in dieser Situation insgesamt auf die Nachweispflicht, von den Auswirkungen der Hochwasserkatastrophe betroffen zu sein, um schnelle und unbürokratische Hilfe zu ermöglichen. Die genannten Sonderregelungen gelten jedoch nur für die von der Katastrophe betroffenen Studierenden.
     
  • Die Universität bemüht sich, dass es durch diese Regelungen zu keiner Verzögerung bei Ihrem Studienabschluss kommt. Bitte prüfen Sie dennoch, ob die Immatrikulation in ein weiteres Hochschulsemester für Sie ggfs. erforderlich ist. Sollte dies der Fall sein, wenden Sie sich bitte bis zum 18. August 2021 an das Studierendensekretariat, das Ihnen eine nachträgliche Rückmeldung für das kommende Wintersemester 2021/22 ermöglichen wird.
    Sollten Sie aktuell noch nicht absehen können, ob für Sie eine Rückmeldung für das Wintersemester 2021/22 notwendig ist, können Sie sich zunächst auch vorsichtshalber rückmelden. Den für die Rückmeldung gezahlten Semesterbeitrag können Sie sich dann - sofern doch keine Immatrikulation für das Wintersemester 2021/22 notwendig ist, bis zum 30.09.2021 erstatten lassen. Eine Erstattung ist leider nicht möglich, wenn Sie sich erst nach dem 30.09.2021 an das Studierendensekretariat wenden. Bitte wenden Sie sich deshalb hierzu frühzeitig (und zur Erstattung des Semesterbeitrags bis zum 30.09.2021) an das Studierendensekretariat.

Mit diesen Regelungen möchten wir Sie bestmöglich in Ihrer jeweiligen individuellen Situation unterstützen. Wir möchten Ihnen aber die Sicherheit geben, die Sie benötigen, um Ihr Studium trotz der verheerenden Katastrophe bestmöglich weiterzuführen bzw. Ihnen ermöglichen, die Hilfe zu leisten, die aktuell dringend benötigt wird. Bitte beachten Sie, dass auch Lehrende von der Katastrophe betroffen sind, wodurch es zur Verschiebung von Prüfungsterminen oder zur Verlängerung von Korrekturzeiten kommen kann.

Für die Prüfungsvorbereitung oder Teilnahme an einer Online-Prüfung können betroffene Studierende, die in Ihrer Wohnung aktuell keine Internetverbindung oder Stromversorgung haben, die Arbeitsplätze in der USB nutzen. Diese können online gebucht werden. Zusätzliche Arbeitsplätze in der USB können betroffene Studierende telefonisch unter 0221 470-3314 anfragen.

Wir wissen, dass die aufgrund der Corona-Regelungen sehr begrenzten Arbeitsplätze auf dem Campus bei allen Studierenden sehr begehrt sind. In dieser besonderen Situation möchten wir aber nochmals an Ihre Solidarität appellieren und alle Studierenden, die von der Hochwasserkatastrophe nicht betroffen sind, bitten, den Kommilitoninnen und Kommilitonen den Vortritt zu lassen, die einen Arbeitsplatz auf dem Campus dringend benötigen, weil sie ihren home-office-Arbeitsplatz nicht nutzen können oder verloren haben. Wir arbeiten daran, noch weitere Arbeitsplätze für die von der Katastrophe betroffenen Studierenden zur Verfügung zu stellen.

Bitte zögern Sie nicht, sich mit individuellen Anliegen, die aus der aktuellen Situation hervorgehen und die hiervon noch nicht erfasst sind, an die zuständigen Stellen, Ihre Lehrenden, Prüfungsämter und Studierendenberatungen, zu wenden, damit wir Ihnen dort helfen und Sie nach Kräften unterstützen können.
 

Hinweise für Beschäftigte / Lehrende

  • Für Personen, die ihr Haus oder ihre Wohnung komplett verloren haben, in der Folge ohne Unterkunft sind und auch keine Möglichkeit haben, bei Familie, Freunden oder Bekannten unterzukommen, versucht die Universität Ausweichmöglichkeiten zu organisieren. Damit in diesen besonders schlimmen Fällen Härtefallregelungen arrangiert werden können, wenden Sie sich bitte mit einer kurzen Darstellung des Sachverhaltes an Herrn Kunstein (t.kunsteinSpamProtectionverw.uni-koeln.de, +49 221 470 1978) oder Herrn Höing (o.hoeingSpamProtectionverw.uni-koeln.de, +49 221 470 1799).
     

  • Beschäftigte, die unmittelbar durch das Hochwasser betroffen sind, können zur Sicherung des eigenen Eigentums und zur Beseitigung der Folgen auf formlosen Antrag an die Abteilung Personalmanagement und mit Information an die Führungskräfte bis zu 5 Tage Arbeitsbefreiung/Sonderurlaub unter Fortzahlung der Vergütung bzw. der Bezüge erhalten. Wenn Sie besonders stark betroffen sind, setzen Sie sich gerne mit Ihrer Personalsachbearbeitung zur Identifizierung individueller Freistellungsmöglichkeiten in Verbindung.
     

  • Des Weiteren können Personen, die Angehörigen aus dem engsten Familienkreis bei Räumungs- und Sicherungsarbeiten helfen müssen, bis zu 5 Tage Arbeitsbefreiung/Sonderurlaub gewährt werden. In diesem Fall wenden Sie sich bitte ebenfalls mit einem formlosen Antrag an die Abteilung Personalmanagement und informieren Ihre Führungskraft.
     

  • Eine individuelle Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des Entgelts bzw. der Bezüge von bis zu 3 Arbeitstagen für eine freiwillige Hilfe z.B. über organisierte Freiwilligendienste ist aufgrund der besonderen Schwere der Katastrophe möglich (siehe Rundschreiben vom 25.8.2021). Formlose Anträge (unter Benennung des Freiwilligendienstes bzw. der Hilfeleistung, des Zeitraums und des geplanten Einsatzorts) können Sie nach Abstimmung mit Ihrer Führungskraft an das Personalmanagement stellen.
     

  • Das Rektorat hat als weitere Hilfsmaßnahme beschlossen, Beschäftigten, denen durch das Unwetter vom 14. bis 16.07.2021 erhebliche Schäden entstanden sind, auf Antrag einen Gehaltsvorschuss zu gewähren. Nach einer Änderung der Richtlinien des Landes kann ein Vorschuss bis zur sechsfachen (zuvor: dreifachen) Höhe des monatlichen Entgelts (bzw. der monatlichen Bezüge), maximal 10.000 €, gewährt werden. Nähere Informationen zur Antragstellung und Abwicklung finden sich auf dieser Internetseite.
     

  • Sofern die Hochwasserkatastrophe für Sie als Lehrende Auswirkungen auf die Prüfungsphase hat, beispielsweise weil Prüfungsaufgaben nicht mehr zugänglich oder brauchbar sind, eine Verlängerung der Korrekturzeiten nötig ist oder Einzelprüfungstermine verlegt werden müssen, bitten wir Sie, möglichst umgehend Kontakt mit dem für Ihre Prüfung zuständigen Prüfungsamt aufzunehmen, damit die betroffenen Studierenden von dort informiert und alles Organisatorische in die Wege geleitet werden kann.
    Wenn Sie eine digitale Distanzprüfung verschieben müssen, informieren Sie bitte auch an die Mitarbeiter*innen des CCE unter digitale-pruefungenSpamProtectionuni-koeln.de . Sie werden sich schnellstmöglich zur Abstimmung eines Nachholtermins bei Ihnen melden.
     

  • Eine Kommunikationsplattform (digitales „Schwarzes Brett“), die Hilfsangebote und Hilfsgesuche von Universitätsangehörigen bündelt und so den direkten Austausch erleichtert, ist bereitgestellt. Nähere Infos folgen auf dieser Internetseite.
     

Wir möchten die Studierenden, die vom Hochwasserunglück betroffen sind, in ihrer jeweils individuellen Situation unterstützen. Wir sehen es als unsere Pflicht und Aufgabe als Universität, in dieser Weise auf die aktuelle Notlage vieler Studierender zu reagieren. Deshalb bitten wir Sie als Lehrende und/oder Beschäftigte der Universität, diesen Weg mit uns zu gehen. Die Regelungen berücksichtigen auch, dass wir Ihnen die Flexibilität geben möchten, um evtl. Nachholprüfungen so zu gestalten, dass dies für Sie mit geringem zusätzlichen Aufwand verbunden ist.

Zusätzlich zu den Angeboten der Universität finden Sie auf der Seite des Landes NRW Infos zu "Soforthilfen" und ein entsprechendes Antragsformular:
https://www.land.nrw/de/soforthilfe