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Konsortium Text+ im Rahmen der NFDI gefördert

Universität zu Köln richtet zentrale Arbeitsstelle zur Erhaltung text- und sprachbasierte Forschungsdaten am Cologne Center for eHumanities (CCeH) ein

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat den Verbund  „Text+“ bewilligt. Der Verbund will text- und sprachbasierte Forschungsdaten langfristig erhalten und ihre breite Nutzung in der Wissenschaft ermöglichen. Die Initiative startet somit nach mehrjähriger Vorbereitungszeit und wird zunächst für fünf Jahre durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.

Ziel von Text+ ist der Aufbau einer bedarfsorientierten Infrastruktur für Forschungsdaten aus sprach- und textbasierten Wissenschaften in der NFDI, die sich um eine nachhaltige Sicherung und Bereitstellung von Forschungsdaten des kulturellen Erbes bemüht. Das Konsortium legt den Fokus auf drei Datendomänen: Sprach- und textbasierte Sammlungen, lexikalische Ressourcen und Editionen. Mit dieser Ausrichtung adressiert das Konsortium Bedarfe aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Fachdisziplinen, darunter Sprachwissenschaften, Literaturwissenschaften, Philosophie, Klassische Philologie, Anthropologie, außereuropäische Kulturen und Sprachen sowie sprach- und textbasierte Forschung der Sozial‑, Wirtschafts‑, Politik‑, und Geschichtswissenschaften.

An der Universität zu Köln wird es eine zentrale Arbeitsstelle des Konsortiums geben, die am Cologne Center for eHumanities (CCeH) im Rahmen der langjährigen Kooperation mit der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste (AWK) eingerichtet wird. Die Kölner Arbeitsstelle wird innerhalb des Konsortiums die Datensäule „Editionen“ koordinieren. Die AWK ist als eine von fünf Trägerinstitutionen im Konsortium vertreten. Die Universität zu Köln ist darüber hinaus mit dem Data Center for the Humanities (DCH) und dem Institut für Linguistik (IfL) in den Bereichen Sammlungen und lexikalische Ressourcen und damit in allen Datendomainen des Konsortiums aktiv.

Koordiniert wird das Vorhaben vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache Mannheim (IDS), unter Beteiligung von vier mitantragstellenden Institutionen: die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt/Leipzig, die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen sowie die Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

Prof. Dr. Löwer, Präsident der AWK, und Prof. Dr. Dr. h.c. Speer, Vorstandssprecher des CceH und Mitantragsteller von Text+, betonen den Stellenwert des Konsortiums in der NFDI: “Mit Text+ wollen wir einen Beitrag für die textbasierten Wissenschaften leisten, diese Daten auch langfristig zu sichern und sie vor allem leichter für Forscherinnen und Forscher weltweit auffindbar zu machen. Damit ist Text+ - wenn Sie so wollen - ein weiterer zentraler Baustein zur Sicherung unseres kulturellen Erbes.”

Neben Text+ waren auch weitere Konsortien mit Kölner Beteiligung in der zweiten Ausschreibungsrunde erfolgreich. Wir freuen uns, dass mit insgesamt neun Konsortialbeteiligungen an der Universität zu Köln (https://fdm.uni-koeln.de/netzwerkuzk/nfdi-uebersicht) ein starker universitärer Knoten innerhalb der NFDI mit großem Potential lokaler interdisziplinärer Zusammenarbeit entsteht.
 

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Speer
Direktor des Thomas-Instituts
andreas.speerSpamProtectionuni-koeln.de
 

Felix Rau
Allgemeine Sprachwissenschaft
Institut für Linguistik
f.rau@uni-koeln.de


Weitere Infos:
https://www.text-plus.org/
Pressemitteilung der GWK: https://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/Pressemitteilungen/pm2021-04.pdf
Pressemitteilung der AWK: http://www.awk.nrw.de/pressemedien/detailansicht-presse/2021-07-05-nfditext-forschungsergebnisse-langfristig-nutzbar-machen.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=50&cHash=3802162b74f45d895015767e8ecd8d5b
Zentrale Koordinierungsstelle Digital Humanities der AWK am CCeH: https://cceh.uni-koeln.de/koordinierungsstelle-dh