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Ostpartnerschaften

Das Programm zur Förderung von „Partnerschaften mit Hochschulen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie den Ländern der GUS“, wie die Ostpartnerschaften offiziell heißen, geht zurück auf die Ostpolitik unter Willy Brandt. In Zeiten des Kalten Krieges sollte es 1973 zu einem „Wandel durch Annäherung“ kommen.

Heute handelt es sich bei den Ostpartnerschaften um eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die alle Felder von Forschung und Lehre umfasst: Studierende, Doktoranden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besuchen die Partneruniversitäten um dort an Konferenzen und Workshops teilzunehmen, sich auszutauschen, um zu recherchieren, zu forschen, zu lehren und gemeinsam zu publizieren.

Die langfristige Förderung hat zur Ausbildung intensiver Partnerschaften und Netzwerke geführt, so wird beispielsweise die Partnerschaft mit der St. Kliment Ohridski Universität in Sofia, Bulgarien schon seit 1985 gefördert und erstreckt sich über zwölf Fachbereiche in fünf Fakultäten.

Förderung

Die Fördermaßnahmen beruhen auf Gegenseitigkeit. Für Kölner Studierende und Wissenschaftler zahlt der DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes die Reisekosten. Um eine adäquate Unterbringung und Verpflegung vor Ort kümmert sich die Partneruniversität.

Für die Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Partneruniversitäten übernimmt der DAAD die Aufenthaltskosten, jedoch keine Reisekosten.

Unsere Partner

Sankt Kliment Universität, Sofia

Die Sankt Kliment Universität ist nicht nur die älteste Universität Bulgariens sondern laut QS-Ranking auch die beste Universität des Landes. Drei bulgarische Staatspräsidenten unter den Alumni belegen das hohe Ansehen der Institution.

Die Universität zu Köln und die Sankt Kliment Universität kooperieren im Rahmen der Ostpartnerschaften aktiv in den Bereichen der Wirtschafts- u. Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften, Medizin, Philosophie, Altertumskunde, Sprach- und Kulturwissenschaften, Slawistik, Naturwissenschaften und Politik.

Jagiellonen Universität, Krakau

Die Jagiellonen Universität wurde 1364 als eine der ersten europäischen Universitäten gegründet und blickt auf Geistesgrößen wie Copernicus und mehrere Nobelpreisträger in ihren Reihen zurück. Heute studieren, lehren und forschen an der Jagiellonen Universität fast 50.000 Studenten und 4000 Wissenschaftler in 15 Fakultäten. Sowohl THE als auch QS sehen die Universität unter den besten 400 Einrichtungen weltweit.

Die Kooperation zwischen der Jagiellonen Universität, Krakau und der Universität zu Köln erstreckt sich auf die Bereiche der Rechtswissenschaften, Germanistik, Botanik, Kunstgeschichte, Geschichte, Medienkultur und Theater, Skandinavistik/Fennistik und der Universitätsverwaltung.

Universität Warschau

Mit mehr als 50.000 Studenten zählt die Universität Warschau zu den größten und bedeutendsten Universitäten des Landes. Diese herausragende Position wird von internationalen Rankings (THE/QS) unterstrichen. In den fast 200 Jahren ihres Bestehens hat die Universität fünf Nobelpreisträger, zahlreiche Wissenschaftler, Politiker und bekannte Künstler hervorgebracht.

Die Partnerschaft mit der Universität Warschau wurde erst 2015 formalisiert. Bereits jetzt umfasst die fruchtbare Kooperation die Bereiche der Slawistik, Judaistik, Altertumskunde und der Medienwissenschaften. Die Projekte haben teils multilateralen Charakter und binden auch die Higher School of Economics in Moskau ein.

Karls-Universität, Prag

Die Prager Karls-Universität ist die älteste zentraleuropäische Universität und heute die größte Universität der Tschechischen Republik. Rankings bestätigen immer wieder die herausragende Bedeutung der Karls-Universität für Osteuropa und darüber hinaus. Mit einem Anteil von fast 20% internationalen Studierenden und außerordentlich hoher Forschungsaktivität spielt die Universität eine Schlüsselrolle für den akademischen Austausch in Osteuropa.

Das umfangreiche Austauschprogramm mit der Universität zu Köln betrifft mehrere Fakultäten und vielfältige Forschungs- und Lehrgebiete: Statistik, Astronomie/Physik, Didaktik der Mathematik, Anorganische Chemie, Verfahrensrecht, Germanistik, allgemeine, lateinamerikanische und osteuropäische Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Ur- und Frühgeschichte, Politische Wissenschaften.

National Research University – Higher School of Economics, Moskau

Die Universität wurde 1992 als Higher School of Economics gegründet und 2009 in den Rang einer Forschungsuniversität erhoben. Forschung und Lehre decken inzwischen neben Volks- und Betriebswirtschaft auch Softwareentwicklung, Mathematik, Recht, Medien, Geistes- und Sozialwissenschaften ab.

Das Partnerschaftsabkommen mit der Higher School of Economics wurde erst 2015 geschlossen, dennoch umfassen die Aktivitäten schon jetzt zahlreiche Fachbereiche in drei Fakultäten: Slawistik, Altertumskunde, Byzantinistik, Jura, Geschichte, Medienwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Moscow State Pedagogical University (MSPU)

Vorläufer der Hochschule wurden bereits 1872 gegründet, in den dreißiger Jahren wurde der Schwerpunkt auf die Lehrerausbildung gelegt und seit 1990 trägt die Einrichtung den Namen Moscow State Pedagogical University. Seit 1995 besteht auf dem Gebiet der mathematisch-naturwissenschaftlichen Didaktik eine enge Kooperation zwischen der UzK und der MSPU.

Der regelmäßige Austausch im Rahmen der Ostpartnerschaften ist auf einen jährlich im Wechsel stattfindenden Didaktik-Workshop begrenzt. Trotz der thematischen Begrenzung ist das Programm ein großer Erfolg und bereichert den Horizont der Lehramtsstudenten auf beiden Seiten enorm.

Staatliche Universität Wolgograd

Die Universität bildet an zehn Instituten etwa 10.000 Studenten aus. Insgesamt sind etwa 1300 Wissenschaftler an der Staatlichen Universität Wolgograd beschäftigt. Die Partnerschaft zur Staatlichen Universität Wolgograd ist parallel zur Städtepartnerschaft zwischen Köln und Wolgograd entstanden. Die Partnerschaften von Universität zu Stadt ergänzen sich in wissenschaftlichen, kulturellen und humanitären Aktivitäten.

Der Schwerpunkt der Austauschbeziehung mit der Staatlichen Universität Wolgograd liegt im Bereich der Philosophischen Fakultät und  umfasst die Fachbereiche Slawistik, Germanistik und Byzantinistik.