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EEA-ESEM 2018 an der Uni Köln

Stimmen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Eine Story von Sarah Brender
 

Gerade Doktorandinnen und Doktoranden können Konferenzen nutzen, um Einblicke in verwandte Themengebiete zu bekommen. Und: Solche Veranstaltungen sind eine perfekte Möglichkeit, um mit anderen PhD-Studierenden, aber auch gestandenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Universitäten aus aller Welt ins Gespräch zu kommen. Eine solche Möglichkeit bot sich für junge Forscherinnen und Forscher im Bereich VWL Ende August an der Uni Köln. Denn vom 27. bis 31. August 2018 drehte sich an der Uni Köln alles um die Volkswirtschaftslehre! 1400 Wirtschaftswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen aus aller Welt waren für den EEA-ESEM-Kongress nach Köln gekommen. Damit gehört die fünftägige Veranstaltung zu den größten VWL-Kongressen weltweit.

„Die Konferenz bot eine tolle Möglichkeit für junge Forscherinnen und Forscher, um Anregungen zu bekommen, aber auch zu netzwerken“, sagt deshalb auch Kristine Koponen, die extra für die Konferenz das erste Mal nach Köln gekommen ist. Kristine ist Doktorandin an der Universität Helsinki, Finnland, wo sie sich besonders mit makroökonomischen Themen und Unternehmensdynamik beschäftigt. Im vielfältigen Programmangebot des Ökonomenkongresses fiel ihr die Wahl zwischen zeitgleich stattfindenden Veranstaltungen nicht immer leicht: „Einige Sitzungen haben sich überschnitten, also musste ich einige harte Entscheidungen treffen. Es gab einfach so viele spannende Themen, die mich interessiert haben! Zum Beispiel Sessions zum Thema finanzielle Spannungen und die Integration der Finanzmärkte, aber auch zur Unternehmensdynamik und Wettbewerb.“




Poster Sessions: Ideenaustausch leichtgemacht

Tyra Merker, Doktorandin an der University of Oslo (Norwegen), und Hamed Ghiaie, Doktorand an der Universität Cergy-Pontoise (Frankreich), waren ebenfalls extra für die Konferenz nach Köln gekommen, um dort ihre Forschungsthemen in einer Postersession vorzustellen. Die Postersessions im Seminargebäude boten die Möglichkeit, in den Pausen Einblick in die auf den vorgestellten Postern aufs Wesentliche reduzierten Teil-Forschungsergebnisse einzelner Teilnehmer zu nehmen.

Neben jedem Poster stand jeweils auch der Wissenschaftler zur Diskussion bereit. Sowohl Tyra als auch Hamed waren begeistert vom Feedback der Besucherinnen und konnten für sich hilfreiche Anregungen daraus mitnehmen: „Ich bekam so sehr hilfreiche Kommentare zu meinem Paper und zu meiner Forschung und kann deshalb diese Art der Veranstaltung nur empfehlen“, so Hamed.

Und Tyra, die ihr Poster zum Thema „Endogenous cartel formation with Differentiated Products and Price Competition“ vorstellte, ergänzt: „Ich bekam einige hilfreiche Vorschläge zu meinem Poster, die ich weiterverfolgen möchte.“ Und gleichzeitig waren gerade diese Postersessions eine tolle Chance, um zu Netzwerken!




Praxis im Blick: Session zum Arbeitsmarkt für Ökonomen

Die 28-jährige Melline Somers ist PhD-Studentin an der Maastricht University und beschäftigt sich in ihrer Forschung mit dem Verhältnis von Ausbildung und Arbeitsmarkt. Sie freute sich besonders über die angebotene Session zum Arbeitsmarkt für Ökonomen:

„Ich stehe kurz vor dem Abschluss meiner Dissertation und möchte auch danach an der Universität bleiben. Der Arbeitsmarkt für Wirtschaftswissenschaftler ist recht komplex und ich möchte mehr darüber erfahren, wie ich gut vorbereitet in den Arbeitsmarkt einsteigen kann.“

Moderatorin dieser Session mit dem Titel „How to survive the economic job market“, auf die sich Melline besonders freute, war Anna Maria Koukal von der Universität Freiburg in der Schweiz. Auch Anna ist PhD-Studentin, gleichzeitig aber auch EAYE Bord Member. Über die Konferenz in Köln sagt sie: „Ich denke, besonders für junge Wissenschaftler ist es sehr interessant, andere Forscher, junge aber auch erfahrenere Wissenschaftler, zu treffen, und die Möglichkeit zu haben, sich mit ihnen über eigene Forschungsthemen austauschen zu können.“

Die European Association of Young Economists (EAYE), bei der Anna sich engagiert, ist ein Verein von jungen Ökonomen für junge Ökonomen. Ziel des Vereins ist es, die Interaktion zwischen jungen Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zu erleichtern. Haupttätigkeit ist die Organisation des jährlichen Treffens: The Spring Meeting of Young Economists (SMYE).

Auch die Podiumsdiskussion, die Anna moderierte, hatte den entsprechenden Fokus auf Praxisnähe. Das Ziel dieses Panels war es, Einblicke in den akademischen Arbeitsmarkt zu geben, und dabei verschiedene Seiten zu beleuchten: Sowohl die Seite der erfahrenen Ökonomen, die Einblick in die Sichtweise der Einstellungsseite geben können, als auch die Erfahrungen von aktuellen Arbeitsmarktkandidaten. Erfahrungen und Ratschläge von Diskussionsteilnehmer*innen sollen nach der Veranstaltung auch auf der Webseite der EAYE unter der Rubrik „Ratschläge“ veröffentlicht werden.




"Meinungen austauschen und voneinander lernen"

William Gatt*, der für die Konferenz das erste Mal nach Köln kam, vereint beide Blickwinkel: Er ist Doktorand an der Universität Nottingham und hat als Senior Research Economist im Research Department der Zentralbank von Malta bereits fast 10 Jahre Berufserfahrung gesammelt. Den EEA-ESEM-Kongress besuchte er, um Teile des ersten Kapitels seiner Doktorarbeit zum Thema makroprudentielle Politik (Politik, die sich mit der Stabilität des gesamten Finanzsystems beschäftigt) vorzustellen.

Thematisch interessiert er sich besonders für Forschung zum Immobilienmarkt, seinen Wechselwirkungen mit anderen Wirtschaftszweigen und den Einsatz makroprudentieller politischer Instrumente zur Eindämmung systemischer Risiken.

Auch Williams Fazit zum Kongress zeigt, wie wichtig den Teilnehmerinnen der Gedankenaustausch und die Möglichkeit zu Netzwerken ist: „Was ich an Konferenzen generell mag, ist die Möglichkeit, Menschen sowohl aus dem eigenen Forschungsbereich und als auch aus anderen Bereichen zu treffen, Meinungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Ich denke das ist das Wertvollste, das man von einer Konferenz mitnehmen kann.“

* Die geäußerten Ansichten sind seine eigenen und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Zentralbank von Malta wider.


 

Wir freuen uns bereits auf die nächsten spannenden Events an unserer Universität, die einen solchen lebendigen Austausch ermöglichen. Und natürlich auf den EEA-ESEM-Kongress 2019, der dann an der Universität Manchester stattfinden wird!
 


 

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